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Darum geht‘s im MiQua

Das Archäologische Quartier

(English version below) beginnt mit dem Praetorium, als einer imposanten Palastanlage des Statthalters der römischen Provinz Niedergermanien. Dieser römische Verwaltungssitz begründet eine 2000-jährige Geschichte der Regierung Kölns vom 1. Jahrhundert an bis in die heutige Zeit mit dem Rathaus der modernen Stadt.

Praetorium

Praetorium (2016), © Stefan Arendt / LVR-ZMB

Die Stadtgeschichte führt über die „dark ages“, die fränkische und karolingische Zeit weiter zu den mittelalterlichen Bauten des jüdischen Viertels, mit einer der ältesten überlieferten Synagogen und dem eindrucksvollen jüdischen Ritualbad, der Mikwe.  Das Praetorium und die zentralen Bauten des Jüdischen Viertels  werden zukünftig die Höhepunkte der Ausstellung im Archäologischen Quartier sein. Die europäische Bedeutung Kölns in der Zeit des 9. – 14. Jahrhunderts ist an jeder Stelle greifbar, denn die archäologischen Zeugnisse verkörpern das früheste europäische Beispiel des Zusammenlebens von jüdischen und nichtjüdischen Menschen im Herzen einer Stadt. Schließlich zeigen reiche hoch- und spätmittelalterliche Befunde etwa des christlichen Goldschmiedeviertels bis in die frühe Neuzeit die kontinuierliche Verdichtung dieses zentralen städtischen Raumes, der erst durch die Zerstörungen des 2. Weltkrieges eine letzte historische Zäsur erfahren hat.

Das Jüdische Museum

Zum gesamthaften Verständnis Jüdischen Lebens und Jüdischer religiöser Kultur über alle Zeitläufe hinweg trägt die enge Verzahnung der Archäologie des Jüdischen Viertels mit der Dauerausstellung zur Jüdischen Geschichte Kölns vom 15. Jahrhundert bis heute bei. In Wechselausstellungen und unterschiedlichen Veranstaltungsformaten werden zukünftig im Museumsgebäude die reiche Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Jüdischen Kölns in den Fokus gerückt. Spannend ist insbesondere die Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts, deren Darstellung viele Hinweise auf die bekannten Museen der Stadt Köln, das Stadtmuseum sowie das NS-Dokumentationszentrum ermöglicht.

Mikwe

Mikwe (2013), © Shigeru Takato / Stadt Köln

Die Via Culturalis

Das MiQua befindet sich im Herzen der Stadt Köln an einer städtebaulich herausragenden Lage. Das Museum geht mit den anderen Museen der Stadt Köln eine wunderbare Symbiose ein, die sich im Gedanken der Via Culturalis widerspiegelt. Diese Kultur-Route beginnt mit dem Stadtmuseum, das ebenso das Mittelalter und Spätmittelalter bis in die frühe Neuzeit beherbergt, über das Diözesanmuseum an St. Kolumba mit der umfassenden Präsentation des Kölner und rheinischen Mittelalters sowie der offenen Grabungszone, das Museum für Angewandte Kunst, den Dom mit Schatzkammer und Domgrabung, das Museum Ludwig mit der Kunst der Moderne und Postmoderne, das Römisch-Germanische Museum mit der qualitätvollen Präsentation der Antike und Spätantike bis in das frühe Mittelalter, das benachbarte Wallraf-Richartz-Museum mit der europäischen Kunst des Mittelalters und der Moderne, das Schnütgen-Museum für die Kunst des Mittelalters und das Rautenstrauch-Joest-Museum mit der Kultur und Kunst der außereuropäischen Völker und endet mit der über dem römischen Kapitolstempel errichteten romanischen Basilika Maria im Kapitol.

Weitere Informationen zum Museumsprojekt erhalten Sie auf der Webseite des LVR und auf dem Internetauftritt der Stadt Köln.

Ein Beitrag von Thomas Otten, MiQua

 

Beitragsbild: Goldschmiedeviertel, © Christina Kohnen / Stadt Köln

 

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The focus of MiQua

The Archaeological Quarter

begins with the Praetorium, an imposing palace complex which was the residence of the governor of the Roman province of Germania Inferior. This administrative centre represents the commencement of 2000 years of government in Cologne that continues to the present day, with the city hall of the modern city.

Image 1: Praetorium (2016), © Stefan Arendt / LVR-ZMB

The history of the city can be traced from the Dark Ages and the Frankish and Carolingian realms to the medieval buildings of the Jewish Quarter, with one of the oldest surviving synagogues and the impressive Jewish ritual bath, the mikveh.  The Praetorium and the main buildings of the Jewish Quarter will be the highlights of the exhibition in the archaeological zone. The significance of Cologne for Europe in the period from the ninth to the 14th century is palpable at every step. Archaeological evidence bears witness, as the earliest example in Europe, to the co-existence of Jewish and non-Jewish people in the centre of a city. Rich finds from high and late medieval times, such as emerge from the Christian goldsmiths‘ quarter, are proof of the continual density of habitation in this central part of the city until early modern times. Finally, the ravages of World War II drew a line under this period.

The Jewish Museum

The proximity of the archaeology of the Jewish quarter to the permanent exhibition on the history of Jews in Cologne from the 15th century to the present day helps us to a general understanding of Jewish life and religious culture throughout time. In future, temporary exhibitions and various event formats in the museum building will spotlight the rich social, economic and cultural history of the Jews of Cologne. Of special interest is the period in the 19th and 20th centuries, whose portrayal includes many links to well-known museums in Cologne, the City Museum and the NS Documentation Centre.

Image 2: Mikveh (2013), © Shigeru Takato / City of Cologne

The Via Culturalis

MiQua stands in the heart of the city of Cologne, a site that lends itself superbly to the appreciation of the city’s urban architecture. The museum forms a wonderful symbiosis with the other museums in the city, which is reflected in the ‚Via Culturalis‘. This is a cultural trail beginning with the City Museum, where the visitor may absorb history from the Middle Ages and Late Middle Ages to the early Modern period. It continues via Kolumba, the art museum of the Archdiocese of Cologne which comprehensively portrays the medieval era of Cologne and the Rhineland and has an open excavation site. From there, the Via Culturalis proceeds to the Museum of Applied Arts, the cathedral with its treasury and cathedral excavations, the Ludwig Museum of modern and post-modern art and the Romano-Germanic Museum with its superlative exhibitions on the subject of antiquity and Late Antiquity and the Early Middle Ages. The neighbouring Wallraf Richartz Museum houses European medieval and modern art, whilst the Schnütgen Museum concentrates on medieval art and the Rautenstrauch Joest Museum displays non-European art. Finally the trail passes by the Capitol Temple to arrive at the Romanesque basilica of St. Maria im Kapitol.

There is more information on the museum project on the LVR website and the Internet pages of the City of Cologne.

By Thomas Otten, MiQua

 

teaser image: Goldsmiths‘ quarter, © Christina Kohnen / Stadt Köln

 

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