jüdische Menschen

Eine Seite aus dem Amsterdam Machsor mit hebräischer Schrift und Darstellungen von Fischen.

Nach 800 Jahren wieder in Köln!

Gemeinsam mit dem Joods Historisch Museum in Amsterdam hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) den Amsterdam Machsor, eine illuminierte hebräische Handschrift aus dem 13. Jahrhundert erworben. Seinen unschätzbaren Wert erhält der Amsterdam Machsor auch durch seine Herkunft aus Köln. Er enthält auf 331 Seiten den spezifischen Kölner jüdischen Ritus zu den Feiertagen und gehört zu den ältesten noch erhaltenen hebräischen illuminierten Manuskripten im deutschsprachigen Raum. (mehr …)

Detailaufnahme von zwei Händen in weißen Handschuhen, die einen Teil eines Fundes vermessen.

Wer behält den Überblick?

Die Erfassung von Ausstellungsobjekten

Eine kaum zu überschauende Vielzahl an Objekten

(English version below) Während der archäologischen Untersuchungen des Rathausplatzes von 1953-1956 und seit 2007 fanden die Archäologinnen und Archäologen zehntausende von Funden. Sie stammen z. B. aus dem Palast des römischen Statthalters (Praetorium), aus dem mittelalterlichen jüdischen Viertel, den Häusern der Goldschmiede oder aus dem Zerstörungsschutt des 2. Weltkriegs.

Eine Vielzahl unterschiedlichster Objekte erzählt uns vom Leben, Wohnen und Arbeiten der Menschen, die in den letzten 2000 Jahren im Viertel am heutigen Rathausplatz gelebt haben. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Fragmente von römischen Fußbodenmosaiken oder farbigen Wandmalereien,
  • Baudekor aus der mittelalterlichen Synagoge in Gestalt von Tierfiguren und Blättern,
  • auf Schiefertafeln geritzte Schreibübungen jüdischer Schulkinder,
Schlüssel, davorliegend ein Maßstab.

Eisenschlüssel aus einem mittelalterlichen Keller am Kölner Rathausplatz. Durch die Lagerung im Boden ist er stark angegriffen und muss nun restauriert werden. © Thomas Düpmeier / LVR

  • Schlüssel von Truhen und Türen,
  • vom häufigen Anfassen glattpolierte Schachfiguren
  • sowie Tausende von Keramikscherben und Tierknochen aus den Latrinenschächten unter den mittelalterlichen Plumpsklos hinter den Wohnhäusern.

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Frontalansicht der Tora-Krone

Fünf Tage in Izmir

Ein internationaler Workshop mit Kuratorinnen und Kuratoren Jüdischer Museen aus Europa

(English version below) 15 Kuratorinnen und Kuratoren von Jüdischen Museen aus elf verschiedenen Ländern trafen sich im April 2017 im türkischen Izmir zu einem gemeinsamen Workshop, dem sogenannten „Advanced Curatorial Education Programme“. Dieses Programm wird regelmäßig von der Association of European Jewish Museums (AEJM), dem Verbund europäisch-jüdischer Museen, an unterschiedlichen Orten veranstaltet. Seit diesem Jahr ist auch MiQua Mitglied bei AEJM.

Zwei Frauen tragen weiße Handschuhe zum Schutz des Objektes. Frau Gogel hält das Objekt in beiden Händen.

Sandra Gogel, von der Gogel Family Collection in Paris und Christiane Twiehaus vom MiQua begutachten die Rimmonim. Dabei handelt es sich um einen bekrönenden Aufsatz für den Stab einer Tora-Rolle. © The Izmir Project

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Eine spätmittellalterliche Urkunde mit zwei Siegeln.

Ausstellung im Historischen Archiv: Hilliges Köln 2.0 – Auf dem Weg zur religiösen Toleranz?

(English version below) Die aktuelle Ausstellung des Historischen Archivs der Stadt Köln fragt aus Anlass des 500jährigen Reformationsjubiläums nach dem Umgang des „Hilligen“ Köln mit der Frage nach religiöser Toleranz und Intoleranz in einer Stadt, die sich heute als offen für alle Bekenntnisse und Religionen ansieht. (mehr …)

Öffentlicher Vortrag

16.05.2017, 18.00 Uhr:

Juden und Christen im mittelalterlichen Köln 

Von den Ausgrabungen zum Museum im Herzen der Stadt

Nach über 130 Jahren Ausgrabung und Forschung im Herzen Kölns entsteht über den originalen Funden von der Römerzeit bis in das 20. Jahrhundert ein Museum der besonderen Art. Im Vortrag werden die wichtigsten Denkmäler, die Grundlinien der künftigen Ausstellung und der Museumsbau vorgestellt. Der Fokus liegt auf der Darstellung der mittelalterlichen christlich-jüdischen Geschichte.

Vortrag von: Dr. Thomas Otten, Leiter des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln

Ort: Historisches Archiv Köln

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„… euch hindert hieran nymandt“: Die Pogrome von Köln und Erfurt 1349

Eine von Kölner und Erfurter Archäologen gemeinsam konzipierte Sonderausstellung in der Alten Synagoge Erfurt

(English version below) Bereits seit vielen Jahren besteht ein enger wissenschaftlicher Austausch zwischen den Erfurter und Kölner Archäologinnen und Archäologen, die sich mit den mittelalterlichen jüdischen Relikten beider Städte beschäftigen.

Hieraus entstand 2016 die vom Museum Alte Synagoge Erfurt und der Archäologischen Zone der Stadt Köln gemeinsam entwickelte Ausstellung „euch hindert hieran nymandt“.

Ausstellungsraum mit zwei Stellwänden und einer Vitrine.

Blick in den ersten Ausstellungsraum in der Alten Synagoge Erfurt. Foto A. von Kirchbach, Erfurt

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Ausgrabung des Goldschmiedeviertels

Darum geht‘s im MiQua

Das Archäologische Quartier

beginnt mit dem Praetorium, als einer imposanten Palastanlage des Statthalters der römischen Provinz Niedergermanien. Dieser römische Verwaltungssitz begründet eine 2000-jährige Geschichte der Regierung Kölns vom 1. Jahrhundert an bis in die heutige Zeit mit dem Rathaus der modernen Stadt. (mehr …)