Jüdisches Viertel

Die freigelegten Mauerreste des mittelalterlichen Viertels sind im Bildzentrum. Rechts ist das Historische Rathaus mit der Rathauslaube im oberen Bildbereich. Im Hintergrund ist der Kölner Dom zu sehen.

Form follows Monument

(English version below) Die bedeutendsten Ausstellungsobjekte des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln stehen nicht in Vitrinen oder hinter Glas, sondern sind unverrückbar mit dem Boden und den Stadtschichten Kölns verbunden, teilweise seit 2000 Jahren. Es sind die sogenannten ortsfesten Bodendenkmäler wie das römische Praetorium, die Bauten des mittelalterlichen jüdischen Viertels oder des Goldschmiedeviertels, die die Geschichte des Ortes erzählen. Deshalb steht das MiQua genau an diesem Platz und zeichnet mit seiner baulichen Struktur die Bodendenkmäler, deren Lage und Ausdehnung minutiös nach.

Ausgrabung des Goldschmiedeviertels

Grabungsfoto mit Befunden des mittelalterlichen Goldschmiedeviertels im Süden, © Christina Kohnen / Stadt Köln

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Detailaufnahme von zwei Händen in weißen Handschuhen, die einen Teil eines Fundes vermessen.

Wer behält den Überblick?

Die Erfassung von Ausstellungsobjekten

Eine kaum zu überschauende Vielzahl an Objekten

(English version below) Während der archäologischen Untersuchungen des Rathausplatzes von 1953-1956 und seit 2007 fanden die Archäologinnen und Archäologen zehntausende von Funden. Sie stammen z. B. aus dem Palast des römischen Statthalters (Praetorium), aus dem mittelalterlichen jüdischen Viertel, den Häusern der Goldschmiede oder aus dem Zerstörungsschutt des 2. Weltkriegs.

Eine Vielzahl unterschiedlichster Objekte erzählt uns vom Leben, Wohnen und Arbeiten der Menschen, die in den letzten 2000 Jahren im Viertel am heutigen Rathausplatz gelebt haben. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Fragmente von römischen Fußbodenmosaiken oder farbigen Wandmalereien,
  • Baudekor aus der mittelalterlichen Synagoge in Gestalt von Tierfiguren und Blättern,
  • auf Schiefertafeln geritzte Schreibübungen jüdischer Schulkinder,
Schlüssel, davorliegend ein Maßstab.

Eisenschlüssel aus einem mittelalterlichen Keller am Kölner Rathausplatz. Durch die Lagerung im Boden ist er stark angegriffen und muss nun restauriert werden. © Thomas Düpmeier / LVR

  • Schlüssel von Truhen und Türen,
  • vom häufigen Anfassen glattpolierte Schachfiguren
  • sowie Tausende von Keramikscherben und Tierknochen aus den Latrinenschächten unter den mittelalterlichen Plumpsklos hinter den Wohnhäusern.

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Eine spätmittellalterliche Urkunde mit zwei Siegeln.

Ausstellung im Historischen Archiv: Hilliges Köln 2.0 – Auf dem Weg zur religiösen Toleranz?

(English version below) Die aktuelle Ausstellung des Historischen Archivs der Stadt Köln fragt aus Anlass des 500jährigen Reformationsjubiläums nach dem Umgang des „Hilligen“ Köln mit der Frage nach religiöser Toleranz und Intoleranz in einer Stadt, die sich heute als offen für alle Bekenntnisse und Religionen ansieht. (mehr …)

Mehrere Namensvorschläge, zum Beispiel MIQUA, Unter Uns, ZeitOrt Köln, MIC.

MiQua. Was für ein Name!

(English version below) Wie nennt man einen Ort, an dem inmitten von archäologischen Denkmälern 2000 Jahre Geschichte in einer unterirdischen Ausstellung gezeigt werden? Wie fasst man zusammen, dass hier der römische Statthalterpalast Kölns, das mittelalterliche jüdische Viertel und außerdem Wohn- und Handwerkerhäuser aus zwei Jahrtausenden zu sehen sind? (mehr …)

„… euch hindert hieran nymandt“: Die Pogrome von Köln und Erfurt 1349

Eine von Kölner und Erfurter Archäologen gemeinsam konzipierte Sonderausstellung in der Alten Synagoge Erfurt

(English version below) Bereits seit vielen Jahren besteht ein enger wissenschaftlicher Austausch zwischen den Erfurter und Kölner Archäologinnen und Archäologen, die sich mit den mittelalterlichen jüdischen Relikten beider Städte beschäftigen.

Hieraus entstand 2016 die vom Museum Alte Synagoge Erfurt und der Archäologischen Zone der Stadt Köln gemeinsam entwickelte Ausstellung „euch hindert hieran nymandt“.

Ausstellungsraum mit zwei Stellwänden und einer Vitrine.

Blick in den ersten Ausstellungsraum in der Alten Synagoge Erfurt. Foto A. von Kirchbach, Erfurt

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MiQua-Freunde

(English version below) „MiQua-Freunde“, so wollen wir in Zukunft heißen, nicht mehr „Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur in NRW e.V.“. Diesen Vorschlag des Vorstandes soll unsere nächste Mitgliederversammlung verabschieden – versehen mit dem Zusatz „Fördergesellschaft LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“. Denn MiQua-Gründungsdirektor Dr. Thomas Otten hat uns angeboten, nicht mehr nur ein Jüdisches Museum zu fördern, sondern sein gesamtes Projekt. Wir haben das mit viel Freude angenommen. Aber auch mit Respekt vor der gewachsenen Aufgabe, weshalb wir uns über jeden freuen, der uns zur Seite steht.

Nahaufnahme des Kopfbogens der Beitrittserklärung  (mehr …)

MiQua bloggt

Herzlich willkommen im MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln

(English version below) Begleiten Sie uns mit diesem Blog auf dem Weg in die faszinierende Welt der Archäologie und Geschichte, in die Stadt unter der Stadt, in eines der außergewöhnlichsten Museumsprojekte Kölns. MiQua präsentiert mit dem römischen Praetorium, dem mittelalterlichen jüdischen Viertel und dem Goldschmiedeviertel einige der bedeutendsten archäologischen Funde der Kölner Stadtgeschichte und des Rheinlandes.

Gruppenbild von 10 Personen in zwei Reihen gruppiert.

Das Team des MiQua, © Nicole Schäfer / LVR-ZMB

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