Museum

The Roman Frontier along the River Rhine as future part of the Frontiers of the Roman Empire: A transnational World Heritage Site

The northern border of the Roman Empire, the Limes, is the largest linear archaeological feature in Europe. The Lower German Limes, featuring forts, ships, roads and civilian settlements along the river Rhine in the German states of North Rhine-Westphalia and Rhineland-Palatinate, and through the Dutch provinces of Gelderland, Utrecht and Zuid-Holland, is an impressive remnant of our Roman past. Several sections of the Roman Limes currently have World Heritage status. Hadrian’s Wall in Great Britain was the first part to be listed as a World Heritage Site, in 1987. In 2005 the Upper German and Rhaetian Limes was also added to the list, followed in 2008 by the Antonine Wall (in Scotland). Together, they form a World Heritage Site known as ‘Frontiers of the Roman Empire’. The goal is to submit a joint and simultaneous Dutch-German nomination of the Lower Germanic Limes as an ‘extension’ to the existing ‘Frontiers of the Roman Empire’ World Heritage Site. A new publication is dedicated to this ambitious goal.

The crucial role of museums in cultural landscapes: new publication by ICOM Netherlands

The borders of the Roman Empire (also known as Limes) in Great Britain (Hadrian’s Wall and the Antonine Wall) and parts of the Limes in southern Germany have been added to the UNESCO World Heritage List as „Frontiers of the Roman Empire“ (WHS). The so-called Lower Germanic Limes will be nominated by the Dutch government in cooperation with the German federal states of North Rhine-Westphalia and Rhineland-Palatinate in 2020 as a supplement to these „Frontiers of the Roman Empire“. In recent years, many initiatives have been developed to increase the perception of the Dutch Limes. After all, this is largely underground and therefore invisible. In this publication, the role of museums in these challenges is examined.

This English-language publication contains eight contributions and is based on the international session at the ICOM General Conference in Milan in 2016, organized by ICOM Netherlands. Through an international group of experts, topics such as museums and cultural landscapes, visitor experience, tourism, cooperation, and government responsibility are described and recommendations made. Museums play a crucial role in the revitalization of cultural landscapes, so important to the UNESCO World Heritage List.

The publication „The Roman frontier along the River Rhine“ is available as an online publication: https://www.icomnederland.nl and can also be ordered as hard copy from ICOM Netherlands via the same website.


Book information:
The Roman Frontier along the River Rhine
The Role of Museums in revitalizing Cultural Landscapes
De Bruin, Hertog & Paardekooper (eds.), 2018.
Published by ICOM Netherlands
ISBN: 978-90-828845-0-0

Im Vordergrund stehen Menschen und betrachten den Grundstein.

Die Grundsteinlegung – unser MIQUA-Highlight des Jahres!

Am 28. Juni war es endlich soweit und der Grundstein des neuen MIQUA wurde auf der Baustelle vor dem Rathaus enthüllt. Für alle die nicht dabei sein konnten, fassen wir den Tag hier nochmal zusammen. Hinter den Kulissen liefen die Planungen natürlich schon deutlich länger. Da es sich um ein Kooperationsprojekt handelt, wurden Abläufe und Organisation der Veranstaltung mit der Stadt Köln als Bauherrin abgestimmt. Die Gestaltung des Steins, das Programm und auch das Begleitheft waren Dinge, die es alle samt vorzubereiten galt und auch der Tag selbst war prall gefüllt mit Terminen.

Von einer Baustelle zur nächsten…

Um etwa 10:00 Uhr wurde der Grundstein von der Dombauhütte zur Baustelle des künftigen Museums transportiert. Das Ganze wurde von einem Filmteam des LVR-Zentrums für Medien und Bildung mit Sitz in Düsseldorf begleitet. Nicht ohne Grund, denn der schwere französische Kalkstein (Material: Pierre de Caen) wurde auf einem Handkarren von Mitarbeitern der Dombauhütte bis zum Rathausplatz gezogen. Der Steinmetzmeister der Dombauhütte Markus Heindl übernahm Entwurf und Ausführung des Grundsteins.
Vor Ort angekommen, wurde der Stein auf einen Sockel gehoben, dessen Form das sogenannte Rautentragwerk als architektonisches Merkmal des späteren Museumsneubaus aufgriff. Für die spätere Enthüllung vor den Gästen wurde er mit einem Tuch bedeckt.

Im Hintergrund das Rathaus, davor die Baustelle mit dem verhüllten Grundstein.

Der verhüllte Grundstein, Foto: Klaus W. Schmidt

Gäste von nah und fern

Ab 13:30 Uhr trafen die geladenen Gäste ein, unter ihnen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Kultur. Sowohl die Baustelle als auch das Festzelt füllten sich schnell. Die Feierlichkeiten fanden selbstverständlich – wie es sich für eine Grundsteinlegung gehört – an Ort und Stelle des zukünftigen Museumsbaues statt, über den archäologischen Befunden des jüdischen Viertels und des Goldschmiedeviertels.

In einem Zelt wurden die Stuhlreihen aufgestellt. Das Podium ist an der Kopfseite des Zeltes aufgebaut. Im Vordergrund konnten die Gäste Platz an den Stehtischen finden.

Das Festzelt am Vormittag, Foto: Samantha Bornheim / LVR

Neben der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette Reker durften wir auch den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet als Gast begrüßen.
Nach den Reden der Oberbürgermeisterin, des Ministerpräsidenten, des ersten stellvertretenden Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland Prof. Dr. Jürgen Wilhelm und des zuständigen Architekten Prof. Wolfgang Lorch wechselten die Gäste vom Zelt zum Stein und warteten trotz hoher Temperaturen geduldig auf den Moment der Enthüllung.

Um circa 14:45 war es dann endlich soweit: Ein Baukran zog das Tuch langsam und vorsichtig in die Höhe und ermöglichte den anwesenden Gästen die Sicht auf den Mittelpunkt der Veranstaltung.

Die Stück für Stück sichtbar werdenden Inschriften auf dem Grundstein nehmen Bezug auf einen elementaren Leitgedanken der Ausstellungskonzeption: Das MIQUA hat im Herzen eine archäologische Grabung, die sich aus horizontalen Schichten aus 2000 Jahren Stadtgeschichte zusammensetzt. Das Museum versteht sich aber auch selbst als Teil der Geschichte des Ortes, an dem es errichtet wird. So ist als oberstes Element der Schriftzug des MIQUA zu lesen, gespiegelt an einer Kante. Er symbolisiert somit die beiden Ebenen des Museums, den archäologischen Teil unter der Erde und den sichtbaren Museumsneubau auf dem Platz. Der üblichen Nennung des Jahres der Grundsteinlegung wurden zwei weitere Zeitrechnungen beigefügt, die die stadtgeschichtlich-archäologischen Schichten der Grabung symbolisieren: das jüdische Jahr und das Jahr nach römischem Kalender.

Das Veranstaltungsprogramm sah neben Enthüllung und Präsentation des Steins auch dessen Befüllung mit tagesaktuellen Zeitungen, Bauplänen für das MIQUA, Münzen sowie drei originalen Artefakten (einem römischen Ziegelfragment, einer mittelalterlichen Schiefertafel sowie einem bis zur Unkenntlichkeit geschmolzenen Farina-Fläschchen aus der Zerstörungsschicht des Zweiten Weltkriegs) vor.

OB Henriette Reker befüllt den Grundstein. MP Armin Laschet und Prof. Dr. Jürgen Wilhelm sehen dabei zu.

Die Befüllung des Grundsteins, Foto: Klaus W. Schmidt

Gelegt wurde der Grundstein an diesem Tag allerdings nicht. Der Grund hierfür ist außergewöhnlich: Der Stein wird in die Dauerausstellung des neuen MIQUA integriert und für alle Besucherinnen und Besucher sichtbar sein.

Der MIQUA-Grundstein aus Kalkstein in Form eines Quadrates. In der Mitte des Steins hervorgehoben der gespiegelte Schriftzug MIQUA sowie über Stufen dargestellt verschiedene Zeitrechnungen.

Der MIQUA-Grundstein, Foto: Elke Wetzig / Wikimedia Commons

Das Magazin zur MIQUA-Grundsteinlegung finden Sie hier.

Ein Beitrag von Samantha Bornheim & Malin Drees.

Fassadenansicht des früheren Benediktinerklosters. Heute dient die Abtei Brauweiler als Sitz verschiedener LVR-Kultureinrichtungen und als Veranstaltungsort.

Digitaler Wandel – ein Thema für den LVR!

For English version click here.

Nicht nur unser Museum, sondern der Landschaftsverband Rheinland insgesamt als Träger beschäftigt sich eingehend mit dem Thema der Digitalisierung. Auf der Konferenz „Digitaler Wandel – ein Thema für den LVR!“ diskutierten am 11. Juli 2018 Führungskräfte des LVR in der Abtei Brauweiler intensiv und ressortübergreifend über die verschiedenen Aspekte dieses immensen Veränderungsprozesses, der sich nicht nur auf die Qualität der digitalen Leistungen, Informationen und Angebote auswirkt, sondern auch auf die interne Organisation und ihre Prozesse.

Ansicht der Abtei Brauweiler mit Turm.

Tagungsort Abtei Brauweiler, Foto: Dr. Martin Bredenbeck / LVR

Nach Vorträgen von Prof. Dr. Klemens Skibicki zu Digitaler Transformation und von Dr. Wolfgang Weniger über digitale Vertrauenskultur, stellte Patric Fedlmeier die digitalen Angebote der Provinzial Versicherung vor.
Einen spannenden Vortrag zum Thema Mental Health mit neuen Möglichkeiten zur Therapie psychischer Störungen hielt Prof. Dr. Jürgen Zielasek, in dem er insbesondere auf die Chancen und Angebote digitaler, webbasierter Therapie- und Behandlungsmethoden einging.

Ansicht des Tagungssaals mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Im Hintergrund eine Leinwand. Die Decke ist mit zwei Kronleuchtern verziert.

Tagung in der Abtei Brauweiler, Foto: Dr. Martin Bredenbeck / LVR

Konzeptionelle Ansätze wurden dann in einer längeren von Gruppen erarbeiteten Sequenz diskutiert, bei der auch die Museen des Landschaftsverbandes Rheinland und das MIQUA eine Rolle spielten. Milena Karabaic, Dezernentin für Kultur und Landschaftliche Kulturpflege des LVR, betonte in ihrem Beitrag die Rolle der Digitalisierung für die Arbeitsorganisation des Dezernates mit seinen Kulturdienststellen sowie die verbesserten Möglichkeiten des Austausches untereinander. Ein gutes Beispiel dafür sei das Projekt der Provenienzforschung, in dem es besonders auf die Vernetzung der Museen untereinander und den nationalen und internationalen Austausch ankommt.

Das Bild zeigt die Vortragssituation mit Herrn Dr. Thomas Otten, Direktor des MIQUA, neben Präsentationswänden.

Dr. Thomas Otten, Direktor des MIQUA Foto: Dr. Martin Bredenbeck / LVR

Am Beispiel des laufenden Projektes eines Online-Ticketings und dessen Einführung im LVR-LandesMuseum Bonn in 2020 und im MIQUA. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln in 2021 wurden die Chancen der Digitalisierung im musealen Bereich verdeutlicht. Ausstellungsbesuche beginnen heute lange vor Betreten des Museums, idealerweise mit der Vorbuchung des Eintrittes, des Wunschtermins und von Zusatzangeboten. Diese können fachlicher Art sein, aber auch aus Gründen der Inklusion oder mit Blick auf besondere pädagogische Angebote für Gruppen und Schulklassen gewählt werden. Ob auf speziellen Medienguides oder dem eigenen Smartphone: Der Museumsrundgang kann während und nach der Tour mit Freunden geteilt und natürlich mit nach Hause genommen werden. In der Diskussion wurde auch deutlich, dass die Digitalisierung musealer Leistungen und Angebote nicht mit einem Verlust an Wissenschaftlichkeit und Seriosität, also an Inhalt, verbunden sein muss, sondern im Gegenteil zu einer Ergänzung des Angebotes und einer Verdichtung von Informationen führen kann. Frei nach dem Motto: „So wenig Information wie nötig, aber so viel Information wie gewünscht“.

Interessant war auch die Diskussion um die Frage, ob die Digitalisierung den Gang ins Museum irgendwann völlig überflüssig macht. Wenn Inhalte, Objekte, Bilder und Führungen vollständig online stattfinden, warum noch der mühsame Gang in die Ausstellungen und zu den Originalen? Die Frage beantwortete sich von selbst, denn die Erfahrungen und Emotionen, das haptische Erleben und die Authentizität der originalen Objekte dürften auch weiterhin ausschlaggebend für einen Museumsbesuch sein. Die digitale Welt kann diesen aber enorm bereichern, die Zugänge erleichtern und den Service für alle Besucherinnen und Besucher verbessern.

Ein Beitrag von Thomas Otten

Digital transformation – an issue for the RRC!

Not only our museum is intensively engaged with the subject of digitalization, but also the Rhineland Regional Council overall as its sponsor. At the „Digital transformation – an issue for the RRC!“ conference held at Brauweiler Abbey on July 11, 2018, RRC executives intensively and cross-departmentally discussed the various aspects of this immense transformation process that not only impacts the quality of digital services, information and proposals, but also the internal organization and its processes.

Fig. 1: Conference venue Brauweiler Abbey, photo: Dr. Martin Bredenbeck / RRC

After presentations by Prof. Dr. Klemens Skibicki on digital transformation and Dr. Wolfgang Weniger on digital trust culture, Patric Fedlmeier introduced the digital services of the Provinzial insurance company.
An exciting presentation on mental health with new therapeutic options for psychological problems was provided by Prof. Dr. Jürgen Zielasek, who especially delved into the opportunities and proposals of digital web-based treatment and therapy options.

Fig. 2: Conference at Brauweiler Abbey, photo: Dr. Martin Bredenbeck / RRC

Conceptual approaches were discussed in a longer sequence elaborated by the groups that also involved the museums of the Rhineland Regional Council and MIQUA. In her presentation, Milena Karabaic, head of RRC department for culture and landscape heritage, highlighted the role of digitalization for her department’s work organization with its cultural institutions, as well as the improved options for mutual exchange. A good example for this in her eyes is the provenience research project, which particularly hinges on the mutual networking of museums, and a national and international exchange.

Fig. 3: Dr. Thomas Otten, Director of MIQUA, photo: Dr. Martin Bredenbeck / RRC

The opportunities of digitalization for museum institutions were illustrated by the ongoing online ticketing project and its introduction at the RRC LandesMuseum Bonn in 2020 and MIQUA. LVR-Jewish Museum in the Archaeological Quarter Cologne in 2021 as examples. Exhibition visits today start long before the museum is actually entered, ideally with an advance booking for the desired date and additional offers. These can be of a technical nature, but also selected for reasons of inclusion or in connection with special educational proposals for groups and school classes. Whether special media guides or the own smart phone: The visiting tours can be shared with friends live or afterwards, and additionally be taken home, of course. The discussion also highlighted that the digitalization of museum services and proposals need not necessarily be linked to a loss of scientific aspiration and seriousness, i.e. content, but is able to lead to a supplementation of the service and condensation of the information instead. True to the motto: „The minimum information required, but as much as you want to know“.

Also of interest was the discussion revolving around the question if digitalization will render museum visits completely superfluous at some point in the future. Once contents, objects, pictures and guided tours are all available online, why bother with the strenuous path to the exhibitions and originals? The question answered itself as the experiences and emotions, the haptic feel and authenticity of the original objects should also continue to be decisive for museum visits in the future. The digital world can drastically enrich them, ease access, and improve the service for all visitors.

A contribution by Thomas Otten

Mehrere Namensvorschläge, zum Beispiel MIQUA, Unter Uns, ZeitOrt Köln, MIC.

MiQua. Was für ein Name!

(English version below) Wie nennt man einen Ort, an dem inmitten von archäologischen Denkmälern 2000 Jahre Geschichte in einer unterirdischen Ausstellung gezeigt werden? Wie fasst man zusammen, dass hier der römische Statthalterpalast Kölns, das mittelalterliche jüdische Viertel und außerdem Wohn- und Handwerkerhäuser aus zwei Jahrtausenden zu sehen sind? (mehr …)

MiQua bloggt

Herzlich willkommen im MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln

(English version below) Begleiten Sie uns mit diesem Blog auf dem Weg in die faszinierende Welt der Archäologie und Geschichte, in die Stadt unter der Stadt, in eines der außergewöhnlichsten Museumsprojekte Kölns. MiQua präsentiert mit dem römischen Praetorium, dem mittelalterlichen jüdischen Viertel und dem Goldschmiedeviertel einige der bedeutendsten archäologischen Funde der Kölner Stadtgeschichte und des Rheinlandes.

Gruppenbild von 10 Personen in zwei Reihen gruppiert.

Das Team des MiQua, © Nicole Schäfer / LVR-ZMB

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Ausgrabung des Goldschmiedeviertels

Darum geht‘s im MiQua

English version below

Das Archäologische Quartier

beginnt mit dem Praetorium, als einer imposanten Palastanlage des Statthalters der römischen Provinz Niedergermanien. Dieser römische Verwaltungssitz begründet eine 2000-jährige Geschichte der Regierung Kölns vom 1. Jahrhundert an bis in die heutige Zeit mit dem Rathaus der modernen Stadt.

Praetorium

Praetorium (2016), © Stefan Arendt / LVR-ZMB

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