#Throwback: MiQua-Volos on tour!

Die Bundesvolontariatstagung (BVT) ist eine bundesweite, jährliche Fortbildungsveranstaltung für wissenschaftliche Volontär*innen. Dieses Jahr fand der Austausch zum Thema „Nachhaltige Museen der Zukunft Gegenwart – aber wie?“ vom 07. bis 08. April in Frankfurt statt.
Zwei Tage lang wurde Erfahrungsberichten von Spezialisten gelauscht, diskutiert und sich
vernetzt. Aber was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit? Und was haben Museen damit zu tun?

Ankündigungsbild der Bundesvolontariatstagung mit Veranstaltungstitel, -datum und -ort. Links unten in der Ecke das Logo des Deutschen Museumsbundes.


Nachhaltigkeit zum Schutze der Umwelt – das ist jeder*jedem ein Begriff. Doch es geht um weitaus mehr. Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung versteht unter Nachhaltigkeit das Bestreben, die gegenwärtigen Bedürfnisse zu befriedigen, ohne die Bedürfnisse nachfolgender Generationen zu beeinträchtigen. Damit kommen zu ökologischen auch soziale und ökonomische Gesichtspunkte hinzu. Wie gestalten wir eine Welt, in der auch unsere Nachfahren zufrieden leben können, ohne auf das Nötige zu verzichten? Und wie können wir unsere aktuellen Projekte schon zukunftsorientiert beginnen?

Blick aus dem Publikum. Auf der Bühne wird ein digitaler Vortrag präsentiert.

Museen werden gebaut, saniert und ändern häufig ihre Erscheinung. Das soll selbstverständlich unter ökologischen Gesichtspunkten geschehen. Doch woraus werden Wände, Vitrinen und andere Elemente gefertigt? Kann die Einrichtung wiederverwendet werden? Kann vom Kugelschreiber der Mitarbeitenden bis zu den Bastelmaterialien der Museumspädagogik auf Nachhaltigkeit geachtet werden? Museen reisen. Wie bewegen sich Mitarbeiter*innen im Rahmen ihrer Arbeit? Wie werden Objekte transportiert? Museen forschen. Wie können wir die Forschungsergebnisse verbessern und bewahren? Hier führt das Thema Digitalisierung zu einem nachhaltigen Effekt. Daten sollten öffentlich zugänglich werden und Wissenschaftler*innen sich untereinander, auch international, austauschen. Aber wie greifen Museen außerdem ein, eine gute Welt für die Zukunft zu bewahren? Als Vermittler von Geschichte, öffentliche Bildungsorte und Begegnungsräume können Diskussionen angeregt und Wissen vermittelt werden. Altes wird erhalten und Neues
geschaffen. Dabei ist jede*r willkommen: mit unterschiedlichen Bedürfnissen und gleichberechtigt.

Der Blick auf eine technische Ausrüstung mit Laptop, Kamera und Mikrofon. Im Hintergrund ist auf der Leinwand ein digital zugeschalteter Vortrag erkennbar.

Wie viele Kolleg*innen hier mit gutem Beispiel vorangehen, wurde in Workshops und Vorträgen deutlich. Das Sujet bot Raum, um die Arbeit ganz unterschiedlicher Einrichtungen und Projekte vorzustellen. Das Senckenberg Naturkundemuseum Frankfurt hat mit der von Jugendlichen und Personen aus Wissenschaft und Gesellschaft geschaffenen Ausstellung „Zukunft gestalten – Wie wollen wir leben?“ einen beispielhaften Weg vorgestellt. Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Ideen und Lösungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft. Erwähnenswert ist auch das Projekt „Happy Museum“, das den Museen praktisch hilft, ihre Zukunft besser zu gestalten und für alle nachfolgenden Generationen aufzubereiten. Eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema bot Henry McGhie in seinem internationalen Workshop „Chancing your sustainability situation“. Der Workshop vermittelte praktische Methoden, die den Volontär*innen helfen sollen, die Ausstellungen und Sammlungen ihrer Institutionen besser zu nutzen. In Gruppen wurden die Teilnehmer*innen dazu angehalten sich mit der Klima- und Umweltkrise der letzten zehn Jahre zu beschäftigen und einen Blick auf die Reaktionen und Errungenschaften der eigenen Institutionen zu werfen.

Schließlich wurde dazu animiert, sich kleine Nachhaltigkeitsziele zu setzen, die in den nächsten zwölf Monaten erreicht werden sollen. Erste Schritte könnten die Durchführung von Sensibilisierungsveranstaltungen, die Nutzung von papiersparenden, digitalen Einladungen und mehr Mülltrennung in Museen sein.

Wir gingen am Ende der Tagung für das Thema sensibilisiert und zuversichtlich nach Hause und hoffen, dass wir wie alle teilnehmenden Institutionen ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können.

Mehrere Personen stehen in einem schmalen Gang, in dem links und rechts an der Seite Vitrinen stehen.

Weiterführende Links:

Rheinform 01/2021
Nachhaltigkeitsziele verständlich erklärt – Bundesregierung
Klimaschutz – Museumsbund

Ein Beitrag von Nadja Mertens und Federica Pendolino, Volontärinnen im MiQua seit Januar 2022.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Johannes Wachten sagt:

    Nachhaltigkeitsziele – auch in den kleinen Schritten – muss ins gesamte MiQua-Team, aber auch in die Nachbarmuseen und in den städtischen und landschaftsverbandlichen Träger implantiert werden.

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  2. Team MiQua sagt:

    Lieber Herr Wachten, Sie haben recht. Das ist ein Thema, dem wir verstärkt unsere Aufmerksamkeit widmen müssen. Beste Grüße vom MiQua-Team

    Gefällt 1 Person

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