Kunst, Kultur und Erinnerung – Künstlergespräch mit Yury Kharchenko

Am 05. Oktober 2021 findet ab 19:00 Uhr im Stiftersaal des Wallraf-Richartz Museum & Fondation Corboud ein Künstlergespräch mit Yury Kharchenko statt. Die Gesprächsrunde wird sich, ausgehend von der Künstlerpersönlichkeit und dem Werk Kharchenkos, mit Fragen der Erinnerungskultur, des Holocaustgedenkens und des Schuld-Kultes auseinandersetzen. Insbesondere die jüngeren Werke von Yury Kharchenko setzen sich auf eine offensive…

Eine Schule, ein Museum und viele Geschichten – Zeitreise beim Projekttag des FWG

Am 25. Juni 2021 hat das Kölner Friedrich-Wilhelm-Gymnasium trotz Corona und der damit verbundenen Schwierigkeiten in diesem Schuljahr im Rahmen des 1700-jährigen Festjahres „Jüdisches Leben in Deutschland“ einen Projekttag organisiert. Eduard Steinberg, Lehrer an ebendiesem Gymnasium, hat diesen besonderen Tag mitgestaltet und -organisiert. „Der Arbeitskreis war sich schnell darin einig, dass es unser zentrales Anliegen ist, ein…

Der Niedergermanische Limes ist Welterbe – das Praetorium ist dabei!

Die Nord-Grenze des römischen Imperiums, der Limes, ist das größte lineare archäologische Denkmal in Europa. Der Niedergermanische Limes, der aus militärischen Forts, Siedlungen, Häfen und Schiffsfunden, Straßen und Zivilsiedlungen entlang des Rheins in den bundesdeutschen Ländern von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie den niederländischen Provinzen Gelderland, Utrecht und Süd-Holland besteht, ist ein eindrucksvolles Relikt der römischen…

Jüdisches Leben in Köln 1945 – Führungsspecial mit dem Kölnischen Stadtmuseum

Mit dem Einmarsch der US-Truppen in das linksrheinische Köln endet am 6. März 1945 für die dort lebenden Menschen der Zweite Weltkrieg. Nach zwölf Jahren Nationalsozialismus und fast sechs Jahren Krieg gleicht Köln einer Geisterstadt: Die Altstadt ist zerstört, kaum ein Gebäude mehr oberirdisch bewohnbar. Die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal, die Strom-, Wasser- und Gasversorgung…

Schalom und Hallo – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland! Ein Filmprojekt

Anlässlich des deutsch-jüdischen Festjahres 2021 realisiert die Produktionsfirma Gruppe 5 aus Köln ein Filmprojekt, das am 25. Oktober 2021 in der ARD ausgestrahlt wird. Im Rahmen der Dokumentation sprechen auch MiQua-Direktor Dr. Thomas Otten und Michael Wiehen, Grabungsleiter der Archäologischen Zone der Stadt Köln, mit dem Team um Susan Sideropoulos. Ein paar Eindrücke von den…

Podiumsgespräch „Queer und gläubig – geht das?“

Am 03. November 2021 findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe des MiQua zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und in Kooperation mit dem Zentrum für Religion und Gesellschaft (ZERG) der Universität Bonn und Keshet Deutschland e. V. ein Podiumsgespräch zum Thema „Queer und gläubig – geht das?“ statt.

Wo der Statthalter baden ging!

Die Ausgrabungen von Otto Doppelfeld 1953 im kriegszerstörten Köln fanden wegen des Wiederaufbaus in höchster Eile statt, ergaben aber mehr herausragende Erkenntnisse als bis heute bearbeitet und veröffentlicht werden konnten. In Vorbereitung zur Einrichtung des MiQua konnten jetzt auch immer wieder alte Funde und Befunde der Ausgrabungen im Praetorium neu gesichtet werden, um sie für…

Besitzer gesucht! Ein Kinderfahrrad, ein älterer Herr und das Stuttgarter Tagblatt von 1936. Erste Schritte in der Provenienzforschung des MiQua

Im Jahr 2007 beginnt die Geschichte eines unserer ungewöhnlichsten, zukünftigen Ausstellungsstücke in einer Neusser Antiquitätenhandlung. Ein älterer Herr überlässt dem verwunderten Händler völlig kostenlos ein Kinderfahrrad, 84 cm niedrig und rundum eingepackt in vergilbte Zeitungsseiten des Stuttgarter Tagblatts vom 17.08.1936. Vielleicht kam der Schenker wegen des Sammlungsschwerpunkts jüdischer Antiquitäten in die Handlung – wir werden…

Der Brief von 321 und Köln

Um 300 führte man im römischen Reich zahlreiche neue Ordnungs- und Verwaltungsprinzipen ein. Darunter sind auch Sammlungen zu Rechtstexten, erlassen an verschiedenen Orten von immer neuen Kaisern in dem gewaltigen Herrschaftsgebiet. Einzelne Städte konnten sich mit Rechtsfragen an den Herrscher wenden, der dann neue Gesetze erließ. So entstand vielleicht auch der Brief des Kaisers an…