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Vermittlung auch ohne Museum: Apostelgymnasium und MiQua sind Bildungspartner!

Alle Unterzeichner*innen der Kooperationsvereinbarung sitzen im Zimmer des Schuldirektors an einem Tisch. Links sitzt Frank Schweppenstette, in der Mitte Marco Lohmann, daneben Samantha Bornheim und rechts im Bild Thomas Otten. Links und rechts neben Marco Lohmann stehen noch zwei Schülerinnen des APG aus den Stufen 11 und 12. Im Hintergrund ist eine mit Holz vertäfelte Wand zu sehen.

Mit dem MiQua entsteht im geschichtsträchtigen Zentrum Kölns ein außergewöhnlicher außerschulischer Lernort. MiQua und Apostelgymnasium (APG) in Köln-Lindenthal verabredeten nun eine enge Partnerschaft, die das APG bei der Erfüllung seines Bildungsauftrages unterstützt.

„Erfolgreiche Vermittlungsarbeit kann nur gelingen, wenn sich Museen ernsthaft um eine Öffnung ihrer Kultureinrichtung und eine Partizipation von Schülerinnen und Schülern in den Museumsbetrieb bemühen. Mit der Bildungspartnerschaft wird ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung unternommen. Die Dauer- und Wechselausstellungen des MiQua werden genauso wie der Veranstaltungsbetrieb, aber auch die Forschung erheblich von der Projektarbeit der Schule profitieren. Die Themenvielfalt ist groß. Schließlich stehen 2000 Jahre Stadtgeschichte von der Römerzeit bis in die Gegenwart als Spielfeld zur Verfügung, mit ihrem reichen Bestand an archäologischen und historischen Quellen.“

Dr. Thomas Otten , Direktor des MiQua

Am 28. November 2019 war es endlich soweit: Dr. Thomas Otten, Direktor des MiQua, Marco Lohmann, Direktor des APG, Dr. Frank Schweppenstette, Lehrer am APG, Samantha Bornheim für die MiQua-Freunde. Fördergesellschaft LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln e.V. sowie Aline Schmid und Konstanze Hülshoff, zwei Schüler*innen des APG, unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung über die zukünftige enge Zusammenarbeit.

„Das Apostelgymnasium freut sich sehr, mit dem MiQua einen außerschulischen Bildungspartner zu haben, mit dem neue und anschauliche Zugänge zur Kölner Geschichte ermöglicht werden und mit dem die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt jüdischen Lebens in Köln von der Vergangenheit bis heute erfahren können. Die Bildungspartnerschaft wird dazu beitragen, jüdisches Leben als wichtigen Bestandteil der Kölner Gesellschaft und Kultur wahrzunehmen und es somit den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, die Stadt, in der sie leben, besser zu verstehen und bewusster für ein Miteinander in gegenseitiger Wertschätzung einzustehen.“

Marco Lohmann, Direktor des APG

Bereits vor der Eröffnung des Museums ist die Vermittlungsarbeit, neben der Entwicklung des Ausstellungskonzepts, ein Schwerpunkt der Arbeit im MiQua-Team. Die Museumsmitarbeiter*innen pflegen deshalb schon seit Projektbeginn einen intensiven Austausch mit Multiplikator*innen aus den verschiedensten Bereichen. Immer wieder sind wir in diesem Zusammenhang auch mit Lehrer*innen verschiedenster Schulen und aus unterschiedlichen Positionen in Kontakt. So ergab sich schon früh eine enge Kooperation zwischen APG und MiQua. Persönliche Kontakte zwischen den Museumsmitarbeiter*innen und den Lehrkräften sowie dem Direktor der Schule ermöglichen einen stetigen Austausch über die geplanten Vermittlungsangebote im zukünftigen Museum und bilden eine wichtige Grundlage für gemeinsame Projekte. Die Ansprechpartner*innen entwickeln derzeit das Konzept für diese langfristige und intensive Zusammenarbeit mit spezifischen Formaten und Programmen.

„Die Idee einer Bildungspartnerschaft zwischen dem Apostelgymnasium und dem MiQua stieß von Anfang an auf große Begeisterung im Kollegium und in der Elternschaft. Besonders schön ist es, dass so viele Lehrerinnen und Lehrer unterschiedlicher Fächer sich mit ihren Schülerinnen und Schülern an der Bildungspartnerschaft beteiligen werden. Wir freuen uns sehr darauf!“

Dr. Frank Schweppenstette, Lehrer am APG

Die Kooperationsvereinbarung zur Bildungspartnerschaft gibt dem Engagement jetzt einen institutionellen Rahmen. Im Sinne einer langfristigen Kooperation entwickeln und testen Museum und Schule gemeinsam Vermittlungsformate, wie z.B. Führungen, Workshops, Veranstaltungen und Programme oder organisieren miteinander Wechsel- oder Wanderausstellungen sowie Museumsbesuche. Denkbar ist ebenfalls die kooperative Durchführung von Projekttagen oder Programmplanungen für Austauschprojekte von Schüler*innen. Das MiQua soll von Anfang an als spannender Lernort gestaltet werden, den Schüler*innen entdecken wollen. Erklärtes Ziel der Partnerschaft ist, Interessen und Erwartungen der jüngeren Generation an das Museum aufzugreifen und daraus eine dauerhafte Beziehung zu gestalten, von der sowohl die Schule wie das Museum profitieren.

„Das Thema ist sehr aktuell und man liest überall darüber. Wir haben zum Beispiel auch letztes Jahr an einem Austauschprojekt mit Israel mitgemacht, weil wir das sehr spannend finden. Wir freuen uns, dass die Schule das jetzt noch mehr fördert.“

Konstanze Hülshoff und Aline Schmid, Schüler*innen des APG

Insgesamt neun Personen - fünf Frauen, vier Männer - waren bei der Unterzeichnung dabei und präsentieren auf diesem Bild die unterzeichnete Kooperationsvereinbarung. Sie alle stehen auf der Bühne des APG. Im Hintergrund ist das Relief "Eine Flächenbahn" von Norbert Kricke zu sehen.
Nach erfolgreicher Unterzeichnung (v.l.n.r.): Samantha Bornheim (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der MiQua-Freunde. Fördergesellschaft LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln), Martina Stracke (Lehrerin am APG), Aline Schmid (Schülerin am APG), Marco Lohmann (Direktor des APG), Thomas Otten (Direktor des MiQua), Konstanze Hülshoff (Schülerin am APG), Frank Schweppenstette (Lehrer am APG), Christine Schulz (Stellv. Direktorin des APG) und Till Fink (Lehrer am APG). Foto: Sharon Nathan / LVR

Das Netzwerk Bildungspartner NRW – Museum und Schule wird von den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe sowie dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen angeboten. Mehr als 1300 Schulen und über 400 außerschulische Partner sind bereits Bildungspartner.

 

Ein Beitrag von Samantha Bornheim, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den MiQua-Freunden.

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