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MiQua-Freunde

„MiQua-Freunde“, so wollen wir in Zukunft heißen, nicht mehr „Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur in NRW e.V.“. Diesen Vorschlag des Vorstandes soll unsere nächste Mitgliederversammlung verabschieden – versehen mit dem Zusatz „Fördergesellschaft LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“. Denn MiQua-Gründungsdirektor Dr. Thomas Otten hat uns angeboten, nicht mehr nur ein Jüdisches Museum zu fördern, sondern sein gesamtes Projekt. Wir haben das mit viel Freude angenommen. Aber auch mit Respekt vor der gewachsenen Aufgabe, weshalb wir uns über jeden freuen, der uns zur Seite steht.

Nahaufnahme des Kopfbogens der Beitrittserklärung   Hier geht es zur Beitrittserklärung.

Heftig umstritten

Gegründet wurde unsere Gesellschaft bereits 1996. Unser ehrgeiziges Ziel: Bau und Betrieb eines Jüdischen Museums auf dem Platz vor dem Kölner Rathaus mit Hilfe von Spenden zu realisieren. Die Idee eines solchen Hauses an diesem Ort war in Politik, Öffentlichkeit und Medien gleich heftig umstritten. Besonders stark war die Ablehnung derer, die das Areal als Platz erhalten und ein Jüdisches Museum lieber an anderer Stelle sehen wollten.

Am authentischen Ort

Am 27. September 2002 veranstaltete unsere Gesellschaft zusammen mit der Stadt Köln ein Symposium über Ziele und Inhalte eines Hauses und Museums der Jüdischen Kultur. Namhafte Fachleute aus dem In- und Ausland waren sich einig: Ein solches Haus ist nur hier am authentischen historischen Ort vor dem Rathaus sinnvoll. Hier befand sich über Jahrhunderte bis zur Vertreibung der Kölner Juden im Jahre 1424 eines der größten jüdischen Stadtquartiere im mittelalterlichen Europa. Fazit: Mit seinen antik-römischen und mittelalterlich-jüdischen Ausgrabungsfunden und Bodendenkmälern ist dieser Ort europaweit einzigartig. Die Dokumentation des Symposiums finden Sie hier.

Stadt Köln und Landschaftsverband Rheinland

Im Juni 2008 ging das Saarbrücker Architektenbüro Wandel Hoefer Lorch + Hirsch als Sieger aus einem internationalen Wettbewerb hervor, den die Stadt Köln gemeinsam mit uns ausgeschrieben hatte. Doch nur ein Jahr später mussten wir als Bauherr aufgeben. Nicht zuletzt die damals ausgebrochene internationale Finanzkrise machte es unmöglich, ausreichende Spenden einzusammeln. Umso glücklicher waren wir, dass die Stadt Köln beschloss, den Bau selbst zu finanzieren, unterstützt durch erhebliche Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen; der Landschaftsverband Rheinland erklärte sich bereit, den Betrieb des Museums zu übernehmen. Inzwischen wurde immer deutlicher, dass mit dem Gesamtprojekt aus Jüdischem Museum und Archäologischer Zone eine einzigartige Museumslandschaft entsteht.

Förderverein

Wir beschlossen, als reiner Förderverein weiterzumachen und sind sehr froh, jetzt für das gesamte MiQua-Projekt tätig sein zu dürfen. Um eine ständige Kommunikation zu gewährleisten, haben wir Gründungsdirektor Dr. Thomas Otten und Frau Dr. Christiane Twiehaus, Abteilungsleiterin für Jüdische Geschichte und Kultur, in unserem Vorstand kooptiert, ebenso Dr. Marcus Trier, Direktor des Römisch-Germanischen Museums. Wir werden MiQua beim Ankauf von Ausstellungsobjekten unterstützen, ebenso bei Vorträgen und Publikationen. Natürlich werden wir uns auch weiterhin um Spenden bemühen. Für die Restaurierung eines Tora-Vorhangs aus der Synagoge Deutz, datiert 1732 und heute im Besitz des Kölnischen Stadtmuseums, haben wir die Finanzierung übernommen. Unseren Mitgliedern werden wir exclusive Führungen anbieten können.

Rheinisch-Jüdische Geschichte

2011 haben wir unter dem Titel „Beiträge zur rheinisch-jüdischen Geschichte“ eine Schriftenreihe gestartet. Themen unter anderen: „Juden im römischen Köln“, „Die Synagoge in der Glockengasse 1861-1939“ oder „Kulturtransfer von Köln nach Tel Aviv“. Das jüngste Heft ist unser bisher erfolgreichstes. Museumsdirektor Dr. Thomas Otten und Dr. Christiane Twiehaus erläutern darin gemeinsam das Konzept für das neue Museum. Das Interesse ist so groß, dass wir nachdrucken mussten. Es ist, wie die bisherigen Hefte auch, im Internet zu finden unter http://www.juedischesmuseum-koeln.de/, hier die Seite „Publikationen“. Mit Blick auf die Ausweitung unseres Verantwortungsbereichs werden wir unseren Internetauftritt in absehbarer Zeit aktualisieren.

 

Ein Gastbeitrag von Dr. Klaus Burghard, Förderverein

Porträtfoto von Klaus Burghard.

 

 

 

Beitragsbild: Ansicht des Museumsneubaus zwischen der Renaissancelaube des Kölner Rathauses und dem Spanischem Bau, © Wandel Lorch Architekten

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