Jahresabschluss mit einer starken Marke

Im Rahmen der Veranstaltung MIQUA zeigt Marke (#miquazm18) am 5. Dezember im Wallraf-Richartz Museum & Fondation Corboud stellte das Museum im Quartier sein neues Logo erstmals der Öffentlichkeit vor.

Für ein gemeinsames Foto stehen Ulrike Lubek (Direktorin des LVR), Dr. Thomas Otten (Direktor des MiQua), Prof. Dr. Jürgen Wilhelm (1. Stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland), Anne Henk-Hollstein (Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland) und Prof. Wolfgang Lorch (Wandel Lorch Architekten) zusammen. Jede*r hält ein Element des Logos, sodass der Schriftzug MiQua zu lesen ist.

Das neue Logo des MiQua wurde an diesem Abend vorgestellt (v.l.n.r.): Ulrike Lubek (Direktorin des LVR), Dr. Thomas Otten (Direktor des MiQua), Prof. Dr. Jürgen Wilhelm (1. Stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland), Anne Henk-Hollstein (Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland) und Prof. Wolfgang Lorch (Wandel Lorch Architekten). Foto: Dominik Schmitz / LVR-Zentrum für Medien und Bildung

Rund 300 Gäste waren im Foyer des Wallraf-Richartz Museum & Fondation Corboud anwesend, als das neue MiQua-Logo Anfang Dezember 2018 präsentiert wurde. Besonderes Highlight war eine Live-Übertragung von der Baustelle, moderiert vom Journalisten und Kabarettisten Martin Stankowski. Im „Baustellen-Talk“ sprachen der Direktor des MiQua Dr. Thomas Otten und der Leiter des LVR-Fachbereichs Regionale Kulturarbeit Guido Kohlenbach vom Foyer des WRM aus mit dem Architekten Prof. Wolfgang Lorch und dem Grabungsleiter der Archäologischen Zone der Stadt Köln Gary White draußen auf der Baustelle über das Museumsprojekt.

Die Gäste im Museum verfolgen das Geschehen auf der Baustelle auf einer Leinwand-Übertragung.

Die Schalte vom Museum auf die Baustelle funktionierte ohne Probleme und die anwesenden Gäste schauten fasziniert zu. Foto: Dominik Schmitz / LVR-Zentrum für Medien und Bildung

Nach einem kurzen Austausch wurde das neue Logo nicht einfach gezeigt: die Firma Licht Kunst Licht AG aus Bonn hatte zuvor eine beleuchtete Stahl-Aluminium-Verbundkonstruktion des Logos produziert. Diese wurde unmittelbar am zukünftigen Standort des Museums in die Höhe gezogen und eingeschaltet: Das neue MiQua-Logo leuchtete an diesem Abend hell am Kölner Himmel.

Das Logo des MiQua wurde mithilfe eines Krans nach oben gezogen und leuchtet über der Baustelle. Im Hintergrund sind die Renaissance-Laube und der Rathaus Turm zu sehen.

Das MiQua-Logo als Lichtinstallation leuchtet über der Baustelle. Foto: Dominik Schmitz / LVR-Zentrum für Medien und BildungLogo, Marke & Design

Das neue MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln lebt von dem Ort, an dem es steht. Hier wird die geschichtliche Entwicklung der Stadt Köln über zwei Jahrtausende dargestellt: Mit einem sichtbaren neuen Museum „ÜBER der Erde“, das auch den Zugang zu den Schichten „UNTER der Erde“ eröffnet.

Die Grundidee des MiQua-Corporate Design ist aus der Idee dieser Schichtung und der Darstellung des „Oben“ und „Unten“ entwickelt worden, die den geschichtlichen, baulichen und archäologischen Kern des Museums transportiert.

Die Marke MIQUA arbeitet mit einem gedachten Mittelstrich – nicht mit einem realen. In der Anwendung liegt oder schwebt sie als eigene „Schicht“ über anderen Schichten aus Fotografien, Oberflächen, Texturen oder Grafiken. Das ästhetische Logo kann so platziert werden, dass es Trennlinien im Kopf assoziiert oder aktiv bildet. Gestalterisch können so Gegensätze oder Ereignisse aus unterschiedlichen Epochen in vielfältige Beziehungen gesetzt werden: „Oben“ und „Unten“, Vergangenheit und Heute oder Historischer Ort und Stadtgesellschaft. Das Logo steht damit für die Vielschichtigkeit des MiQua mit all den Funden, Zeugnissen und Deutungen. Es ist ein Bild für das neue Museum und seine programmatische Haltung: Auffallend, zugleich dezent irritierend, wiedererkennbar, bewusst modern gestaltet und international verständlich.

Das neue Logo des MiQua besteht aus einem Bild- und Wortteil. Der Schriftzug MiQua ist an einer gedachten, horizontalen Linie gespiegelt. Der Namenszusatz LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln verläuft rechts davon und nur bis zu der gedachten Kante.

Das neue Logo des MiQua. © Agentur HauptwegNebenwege

Das MiQua wird mit der Eröffnung 2021 Mitglied der LVR-Museumsfamilie, reiht sich zugleich in die Kölner Museumslandschaft ein und wird darüber hinaus Teil der deutschen und internationalen Szene archäologischer und jüdischer Museen. Das MiQua entsteht in Kooperation zwischen dem Landschaftsverband Rheinland und der Stadt Köln. In diesen Kontexten war es die Aufgabe der Kölner Agentur HauptwegNebenwege eine Marke zu kreieren, die neben den etablierten Museen in Köln und in Deutschland, aber auch international „bestehen“ kann.

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Ein Beitrag von Samantha Bornheim