NEUERSCHEINUNG: Publikation über die Aktivitäten im Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

Das MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln hat eine umfangreiche Dokumentation der LVR-Aktivitäten im Rahmen des Festjahrs „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ vorgelegt. Die 90 Seiten starke, reich bebilderte Publikation gibt einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten des MiQua und des LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen im Jubiläumszeitraum 2021/22.

Blick auf zwei Ausstellungskuben, die mit großformatigen Bildern und Texten gestaltet sind. Im Hintergrund Fotos mit Texttafeln an einer grauen Betonwand
Zwei Ausstellungskuben der Wanderausstellung „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Foto: Stefan Arendt/LVR-ZMB

Der LVR beteiligte sich mit zahlreichen Projekten an der Gestaltung des Festjahres und brachte dafür Eigenmittel und Zuschüsse von etwa 1,4 Mio. Euro auf, die in Veranstaltungsformate wie Ausstellungen, eine wissenschaftliche Fachtagung, Lesungen, Vorträge, Konzerte, ein Künstlergespräch oder Social-Media-Aktivitäten flossen. Er setzte damit ein deutliches Zeichen für die Anerkennung und Wertschätzung jüdischen Lebens in Deutschland und gegen den erstarkenden Antisemitismus.

MiQua und der Landsynagoge Rödingen gelang es, mit den unterschiedlichen Veranstaltungsformaten größere Zielgruppen zu erreichen und bereits bestehende Netzwerke zu erweitern. Das gilt nicht nur für die Wanderausstellung „Menschen – Bilder – Orte“, die trotz der Corona-Beschränkungen weit über 20.000 Menschen besuchten und vom 24. Januar bis 12. März 2023 in der Ludwigskirche in Saarbrücken an ihrer 10. Station zu sehen sein wird. Auch die gemeinsam mit dem KOLUMBA entwickelte Ausstellung „In die Weite – Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland“, die mobile Outdoor-Wanderausstellung der Landsynagoge Rödingen oder die wissenschaftliche Fachtagung sind Belege für erfolgreiche Kooperationen.

Digitale Formate, darunter Livestreams, ein Ausstellungsfilm, Video-Kurzführungen sowie begleitende Videointerviews, die live über Instagram durchgeführt und später auf dem MiQua-Blog und anderen Social-Media-Kanälen abrufbar waren, machten das Angebot für einen breite Öffentlichkeit zugänglich. Ein wichtiges Format war zudem die Erinnerungs- und Bildungsarbeit, die junge Menschen und Schüler*innen als eine wesentliche Zielgruppe der LVR-Einrichtungen ansprachen. Die nun vorgelegte Publikation zeigt eindrucksvoll, wie es dem LVR mit seinem umfassenden Angebot gelungen ist, den Blick auf die große kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt jüdischen Lebens und auf das spektakuläre Museumsprojekt MiQua zu lenken, und liefert viele Anregungen für künftige Aktivitäten.

321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.
Die Aktivitäten des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln und des LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen im Rahmen des Festjahres

Köln 2022, ISBN: 978-3-96719-006-9

Die Dokumentation kann kostenlos unter: miqua@lvr.de bestellt werden oder hier heruntergeladen werden.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Liebes MiQua-Team, eure Publikation passt wunderbar zu einem meiner nächsten Blogartikel. Ich verfasse gerade ein „Kurze Geschichte des Antisemitismus“. Angeregt durch das Jubiläum zum jüdischen Leben in Deutschland habe ich mich in den letzten Monaten vertieft mit diesem unrühmlichen Kapitel unserer Geschichte befasst.

    Gefällt mir

    1. Team MiQua sagt:

      Vielen Dank – und gutes Gelingen für Deinen Blogbeitrag!

      Gefällt mir

Schreiben Sie einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s