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#MiQuadventure Episode 2: BVT 2018

Ein Volo kommt selten allein…

…das gilt zumindest für die Bundesvolontärstagung des Deutschen Museumsbundes, die jedes Jahr an unterschiedlichen Standorten für Volontär*innen aus ganz Deutschland stattfindet. Denn natürlich ist das #MiQua nicht allein! Viele Kultureinrichtungen bieten diese Form der Ausbildung für Uniabsolvent*innen an. Die Rahmenbedingungen sind allerdings ganz unterschiedliche.

Die Tagung

Genau das war auch Thema auf der BVT 2018 am 1. und 2. März in München. Berichte von Teilnehmer*innen über ihre Volontariate reichten von Verzweiflung und Frust über Erleichterung bis hin zu Zufriedenheit und übertroffenen Erwartungen. Um ersterem entgegenzusteuern, präsentierte der Museumsbund den neuen „Leitfaden für das wissenschaftliche Volontariat im Museum“ mit Empfehlungen, wie und mit welchen Bedingungen ein Volontariat aufgebaut sein sollte. Das „Goldene V“ verleiht der Arbeitskreis Volontariat jedes Jahr an „vorbildliche“ Institutionen. Wichtig hierbei: die Volontär*innen reichen die Bewerbung ein!

2018 waren die Preisträger das Jüdische Museum in Berlin und das Museum für Kommunikation Frankfurt – herzlichen Glückwunsch nochmal liebe Kolleg*innen!

Minustemperaturen und Fälschungen

Die Highlights aber waren die Angebote „Volos führen Volos“ am ersten und die Workshops am zweiten Tag. Volos stellten verschiedene Institutionen vor oder– wie in unserem Fall – führten Sie uns trotz Eiseskälte durch die Stadt an „Orte der NS-Geschichte“.

Teilnehmer*innen der BVT 2018 am Platz der Opfer des Nationalsozialismus

Volos führen Volos: Peter Liszt (Gedenkstätte Flossenbürg) und Michael Störk (Gedenkstätte Dachau) beim Stadtrundgang „Orte der NS-Geschichte“, hier: der Platz der Opfer des Nationalsozialismus. (Foto: Samantha Bornheim / LVR)

Teilnehmer*innen des Stadtrundgangs auf dem Weg zum NS-Dokumentationszentrum München.

Volos führen Volos: Auch das NS-Dokumentationszentrum wurde thematisiert. (Foto: Samantha Bornheim / LVR)

Nach dem Vortragsprogramm trafen wir uns am Abend noch zu einem entspannten Get-Together in der Residenz München, bevor am zweiten Tag Workshops wie „Hatte Hitler Hamster? Über die Bedeutung von dialogischen Konzepten in geführten Rundgängen“ und „Objekte in jüdischen Sammlungen – Zufall oder Strategie“ Zeit und Raum für Diskussionen und wertvolle praktische Einblicke boten.

Die Teilnehmer*innen des Workshops "Objekte in jüdischen Sammlungen – Zufall oder Strategie" untersuchen gemeinsam Objekte aus der Sammlung des Jüdischen Museums München.

Teilnehmer*innen des Workshops „Objekte in jüdischen Sammlungen – Zufall oder Strategie“ bei der BVT 2018 (Foto: Samantha Bornheim / LVR)

Bei letzterem waren alle Teilnehmer*innen restlos begeistert: Nach einem Rundgang durch das Depot, sprachen wir mit Lilian Harlander, der Kuratorin Sammlungen im Jüdischen Museum München und Marie-Luise Wallis, wissenschaftliche Volontärin dort, unter anderem über ein hoch aktuelles Thema: Gefälschte Judaica in den Sammlungen der Jüdischen Museen. Die Frage Fälschung oder Verfälschung wird aber derzeit auch auf internationaler Ebene („historical fakes and forgeries“) diskutiert wie das Programm einer AEJM-Tagung im April zeigt.

Alles in allem ein super spannendes Programm, deshalb hoffentlich bis 2019 – dann wahrscheinlich ganz in der Nähe in Düsseldorf!

 

*Das nächste #MiQuadventure ist bereits in Sicht: #Volos on tour in Mainz*

 

Ein Beitrag von Samantha Bornheim

 

Ein Kommentar zu “#MiQuadventure Episode 2: BVT 2018

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