Eine Rückkehr der besonderen Art: Vom 13. September 2019 bis 12. Januar 2020  wird der kostbare „Amsterdam Machsor“, ein jüdisches Gebetbuch,  erstmals seit fünfzig Jahren wieder in Köln zu sehen sein. Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud zeigt die reich verzierte Handschrift aus dem 13. Jahrhundert, die zu den ältesten noch erhaltenen hebräischen illuminierten Manuskripten im deutschsprachigen Raum sowie zu den bedeutendsten ihrer Art überhaupt gehört.

Im Jahr 2017 war es dem Landschaftsverband Rheinland gemeinsam mit dem Joods Historisch Museum Amsterdam gelungen, den Machsor zu erwerben. Gemeinsam mit beiden Organisationen zeigt das Wallraf die großformatige Handschrift im Fenstersaal des 2. Obergeschosses seiner ständigen Sammlung. Mit Blick auf die Ausgrabungen am Kölner Rathaus und den zukünftigen Standort des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier wird der Machsor damit ganz nah an den Ort zurückkehren, an dem er vor mehr als 700 Jahren verlesen wurde, die mittelalterliche Synagoge Köln. Auf 331 Pergamentseiten enthält der Amsterdam Machsor den spezifischen Kölner Ritus mit Gebeten und liturgischen Gedichten. Eindrucksvolle Illuminationen, darunter Goldinitialen mit Ranken, Filigranen und Figuren, zeugen auch heute noch von der großen Bedeutung dieser einzigartigen Handschrift.

„Der Amsterdam Machsor“ ist eine Kooperation des MiQua mit dem Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und dem Joods Historisch Museum Amsterdam. Die Ausstellung wird von Mitte Januar bis März 2019 zuerst in Amsterdam gezeigt und kommt im Herbst 2019 nach Köln. Parallel zur Machsor-Ausstellung wird das Museum eine Rembrandt-Ausstellung präsentieren, die zahlreiche inhaltliche Anknüpfungspunkte bieten wird.

Zur Ausstellung wird auch ein Katalog erscheinen, der zahlreiche Abbildungen des Machsors enthalten wird.

Eine eintägige Tagung zum Machsor ist zu Beginn der Ausstellungszeit in Köln geplant.

Mehr Informationen finden Sie demnächst hier.