MiQua & Kolumba: In die Weite

Im Jahr 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Gesetz, das es den Städten erlaubte, auch Juden in den Rat zu berufen. Dieses an die Kölner Kurie adressierte Gesetz ist die früheste schriftliche Quelle zur Existenz von Jüdinnen*Juden nördlich der Alpen. Seitdem sind 1700 Jahre wechselvoller jüdischer Geschichte vergangen.

Ab September 2021 zeigt die Ausstellung „In die Weite“ zahlreiche Facetten und Aspekte dieser Geschichte. Das MiQua und Kolumba – Kunstmuseum des Erzbistums Köln haben gemeinsam als Kooperationspartner über eineinhalb Jahre an der Idee und Umsetzung der Ausstellung gearbeitet. Sie präsentieren Werke aus der Kolumba-Sammlung sowie rund 100 Objekte aus deutschen Museen und internationale Leihgaben, die mit den Kunstwerken des Kolumba in einem einzigartigen Experiment in Dialog treten. Darunter so hochrangige Stücke wie die älteste erhaltene Abschrift des Gesetzes von 321, welche die Vatikanische Bibliothek zur Verfügung stellt. Aber auch der Amsterdam Machsor, eines der Highlightexponate im zukünftigen Museum MiQua, wird gezeigt. Die ehemalige Synagoge Niederzissen als weiterer Kooperationspartner wird zudem eine vollständig erhaltene Genisa, also einen Raum zur Aufbewahrung von jüdischen liturgischen Schiften, präsentieren.

Während der knapp einjährigen Laufzeit vom 15. September 2021 bis 15. August 2022 werden die Objekte wechseln, so dass die Ausstellung dynamisch bleibt. 

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