Public History, Jewish Places und MiQua: Erfolgreiches Kooperationsseminar 

Im Sommersemester 2021 führte das MiQua zusammen mit den Public History-Studiengängen der Freien Universität Berlin und der Universität Köln ein Kooperationsseminar mit der interaktiven Website Jewish Places des Jüdischen Museums Berlin durch. Obwohl die Bedingungen durch die Pandemie erschwert waren, nahmen über 40 Studierende beider Universitäten an dem vom MiQua initiierten Seminar teil und bearbeiteten mit den digitalen Möglichkeiten trotz der Entfernung intensiv und gemeinsam die gestellten Aufgaben. 

Startbildschirm der interaktiven Plattform Jewish Places. Hier sind die verschiedenen Kategorien "Einrichtungen", "Orte", "Personen" und "Spaziergänge" mit Bildern veranschaulicht und benannt. Im Hintergrund ist eine Landkarte erkennbar. Links im Bild ist die Navigation dargestellt.
Die Startseite der interaktiven Plattform Jewish Places.

Nach Sitzungen zu den Themen jüdische Stadtgeschichte, Antisemitismus und kritische Bildungsarbeit (Prof. Dr. Martin Lücke, FU Berlin) und Geschichtsvermittlung im öffentlichen Raum (Jens Alvermann, Universität Köln) begann die praktische Arbeit für die Studierenden. In Kleingruppen recherchierten sie jüdische Orte in Berlin und Köln, nahmen Kontakt zu Archiven auf und gestalteten Einträge, die sie in die Jewish Places-Plattform einpflegten. So entstanden unter anderem die gelungenen Beiträge zu Trude Joan Schiff, der Familie Oppenheim und über das Kaufhaus Leonhard Tietz.

Exkursion ja – aber virtuell. © Charlotte Pinon / LVR

Die geplante Exkursion nach Köln konnte pandemiebedingt leider nicht stattfinden – so ganz ins Wasser fallen lassen wollte das MiQua-Team diese Idee jedoch nicht und organisierte eine digitale Exkursion für die Studierenden. In einem ersten Teil führte Dr. Jens Scholten in das MiQua ein und diskutierte mit den angehenden Public Historians, welche Aufgaben und Herausforderungen das Museum in ihren Augen bewerkstelligen muss. Daran anschließend erläuterte Samantha Bornheim (MiQua-Freunde e. V.) das Outreach-Projekt „MiQua…op Jöck!“ in seinen bereits bestehenden und angedachten Versionen. Schließlich ging Charlotte Pinon auf die Social Media-Projekte des MiQua mit einem Exkurs auf barrierefreie Posts ein. Um den späten Nachmittag so interaktiv wie digital möglich zu gestalten, nutzte das Team die Umfragetools der Videokonferenz-Plattform Zoom. Die Teilnehmenden waren im Voraus per Post mit Aufgaben und einer kleinen Überraschung versorgt worden, sodass sie sich trotz der physischen Distanz einbringen konnten.

In einem Besprechungsraum stehen zwei junge Frauen an einem Tisch. Auf dem Tisch sind kleine Dosen, Stapeln von Papier, Kartons und verschiedene weitere Materialien verteilten. Die beiden Personen stehen an einer Seite des Tisches nebeneinander und füllen die Materialien in Kartons.
Vorbereitungen für die virtuelle Exkursion im MiQua. © Charlotte Pinon / LVR

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei den jeweiligen Partner*innen für diese gelungene Kooperation bedanken. Es war uns eine Freude, das Seminar mitzugestalten und die Studierenden für die Kölner Orte zu unterstützen. Den zukünftigen Public Historians wünschen wir weiterhin viel Freude am Studium und viel Erfolg bei allen anderen Projekten, die sie in Angriff nehmen!

Last but not least freut sich das MiQua-Team, neben anderen Museen und Vereinen Netzwerkpartner von Jewish Places zu sein.

Ein Beitrag von Charlotte Pinon, wissenschaftliche Volontärin im MiQua (11.2019-10.2021) und ab 11.2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fördergesellschaft MiQua-Freunde e. V.

Beitragsbild © Samantha Bornheim / MiQua-Freunde e. V.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Viele lieben Dank für diesen wunderschönen Artikel.Auch ein riesengroßes Dankeschön alle die an diesem Projekt gearbeitet haben,Ihr seid toll👏🏼Lieben Gruß sendet Susanne Löchel

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    1. Samantha Bornheim sagt:

      Vielen Dank für das liebe Feedback – wir freuen uns sehr! Herzliche Grüße und bis bald! S.B.

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