Eröffnet! Die erste Wanderausstellung des MiQua

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Lange hat das Team auf diesen Moment hingearbeitet, nun ist es endlich so weit: Die erste Wanderausstellung des MiQua „Menschen, Bilder, Orte – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ macht sich nun auf den Weg. Sie startet in der Alten Synagoge – Haus jüdischer Kultur in Essen (3. März bis 27. April 2021), geht in das LWL-Landeshaus in Münster (6. Mai bis 25. Juni 2021) und in das LVR-Landeshaus in Köln (2. Juli bis 12. August 2021). Anschließend macht die Ausstellung Halt im LVR-Niederrheinmuseum in Wesel (18. August bis 15. Oktober 2021) und im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund (24. Oktober bis 12. Dezember 2021).

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – das ist eine lange Zeitspanne, in der viel passiert ist. Die Ausstellung wirft anhand von persönlichen Geschichten einzelner Menschen, Bildern, Filmen und Fakten sowie zahlreichen Ereignissen an verschiedenen Orten in NRW und Deutschland Schlaglichter auf das jüdische Leben seit dem Jahr 321 bis heute. Im Jahr 2021 – nach 1700 Jahren – wird dieses Jubiläum bundesweit mit einem außergewöhnlichen und reichen Veranstaltungsprogramm begangen – die Wanderausstellung des MiQua gibt einen historischen Überblick über diese 1700 Jahre.

Warum ausgerechnet 321? Im Jahr 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein reichsweites Gesetz, welches veranlasste, dass Juden von nun an in die Stadträte berufen werden konnten. Die Urkunde, im Ursprung ein Antwortschreiben, richtet sich explizit an den Kölner Stadtrat, was somit als älteste erhaltene Quelle auf das Vorhandensein von Jüdinnen*Juden im Raum nördlich der Alpen hinweist. Dieses Dekret bildet den Ausgangspunkt für das Jubiläumsjahr und für die Ausstellung.

Blick auf die vier begehbaren Kuben am Standort Alte Synagoge Essen. © Stefan Arendt / LVR

Die Wanderausstellung besteht aus vier begehbaren Kuben, die jeweils eigene Themen behandeln: „Recht & Unrecht“, „Leben & Miteinander“, „Religion & Geistesgeschichte“, „Kunst & Kultur“.

Jeder Kubus steht für sich, doch die Inhalte verbinden sich zu einem großen Ganzen. Denn Religion und Geistesgeschichte haben auch etwas mit Leben und Alltag zu tun, Kunst und Kultur sind stark von Geschichte und Politik geprägt, Recht und Unrecht beziehen sich auch immer auf das konkrete Leben und Miteinander.

Links der Kubus „Recht und Unrecht“, rechts der Kubus „Leben und Miteinander“. © Stefan Arendt / LVR

Um Ihnen/Euch auch von zuhause einen Einblick in die Ausstellung zu gewähren, gibt es hier auf unserem Blog und unseren Social Media-Kanälen regelmäßig kleine Einblicke durch die Kurator*innen. Den Anfang machen Dr. Christiane Twiehaus, Abteilungsleiterin Jüdische Geschichte und Kultur im MiQua, und Dr. Thomas Otten, Direktor des MiQua.

Pandemiebedingte Hinweise für den Besuch der Ausstellung

Ein Besuch der Ausstellung in der Alten Synagoge Essen ist ab 9. März zu den normalen Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr) möglich. Bitte melden Sie sich im Voraus entweder telefonisch oder per Email an: 0201 88 45 218 / alte-synagoge@essen.de

Die vier Kuben dürfen jeweils nur von einer Person betreten werden. Während des gesamten Besuchs in der Alten Synagoge ist das Tragen einer medizinischen Maske Pflicht. Ebenfalls müssen die Kontaktdaten zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten hinterlassen werden.

Ein Beitrag von Charlotte Pinon, wissenschaftliche Volontärin, und Dr. Laura Cohen, wissenschaftliche Referentin für das Projekt „321–1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. 


Opened! MiQua’s first travelling exhibition

The team has been working towards this moment for a long time, and now the time has finally come: MiQua’s first travelling exhibition „People, Images, Places – 1700 Years of Jewish Life in Germany“ is now on display. It will be shown in the Old Synagogue – House of Jewish Culture in Essen (3 March to 27 April 2021), then at the LWL-Landeshaus in Münster (6 May to 25 June 2021) and in the LVR-Landeshaus in Cologne (2 July to 12 August 2021). The exhibition will then be on display at the LVR-Niederrheinmuseum in Wesel (18 August to 15 October 2021) and last but not least at the Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund (24 October to 12 December 2021).

1700 years of Jewish life in Germany – that is a long period of time in which a lot has happened. The exhibition uses personal stories of individuals, pictures, films and facts as well as numerous events at various locations in North Rhine-Westphalia and Germany to cast light on Jewish life from the year 321 until today. In 2021 – after 1700 years – this anniversary will be celebrated nationwide with an extraordinary and rich programme of events – MiQua’s travelling exhibition will provide a historical overview of these 1700 years until today!

Why 321 of all years? In 321, the Roman Emperor Constantine enacted an empire-wide law, which made it possible for Jews to be appointed to the city councils from then on. The document, originally a letter of reply, is explicitly addressed to the Cologne city council, which is thus the oldest surviving source to indicate the presence of Jews in the area north of the Alps. This decree forms the starting point for the anniversary year and for the exhibition.

Fig. 1: View of the four walk-in cubes at the Old Synagogue Essen. © Stefan Arendt / LVR

The travelling exhibition consists of four walk-in cubes, each dealing with its own theme:

„Law & injustice“, „Life & working and living together“, „Religion & intellectual history“, „Art & culture“. Each cube stands on its own, but the contents combine to form a large whole. For religion and intellectual history also have something to do with life and everyday life, art and culture are strongly influenced by history and politics, and law and injustice always relate to concrete life and togetherness.

Fig. 2: On the left the cube „Law and injustice“, on the right the cube „Life and togetherness“. © Stefan Arendt / LVR

In order to give you an insight into the exhibition from home, there will be regular insights from the curators on our blog and social media channels. We will start with Dr. Christiane Twiehaus, Head of the Department of Jewish History and Culture at MiQua, and Dr. Thomas Otten, Director of MiQua.

Pandemic-related information for your visit

A visit to the exhibition in the Old Synagogue Essen is possible from 9 March on. Please register in advance either by phone or email: 0201 88 45 218 / alte-synagoge@essen.de

The four cubes may only be entered by one person at a time. Wearing a medical mask is compulsory throughout the visit. Contact details for tracing Corona infection chains must also be left behind.

A contribution by Charlotte Pinon, academic trainee, and Dr. Laura Cohen, curator of the project „321-1700 Years of Jewish Life in Germany“.

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