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Rautentragwerk, 2. Akt!

Ein Schwerlastkran hat ein großes Stahlelement für das Museum in die Luft gehoben. Im Hintergrund die Türme des Kölner Doms

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Und weiter geht’s mit dem oberirdischen Bau des MiQua!!

Während bislang vorwiegend unterirdisch, „im Verborgenen“ am MiQua gebaut worden ist, waren bereits im September letzten Jahres die beiden ersten stählernen Wandelemente, sogenannte Rautentragwerke, auf der MiQua-Baustelle aufgestellt worden. Am 16. Juni sind nun drei weitere Teile dieses Rautentragwerks montiert worden.

Vom frühen Morgen bis in den Nachmittag hinein wurden bis zu 14 Meter lange und knapp 3 Meter hohe Kolosse von Schwertransportern durch die engen und verwinkelten Straßen der Kölner Altstadt zur Baustelle angeliefert und von einem Mobilkran an ihre jeweilige Position gehoben und sogleich installiert.

Ein Schwerlastkran hat ein großes Stahlelement für das Museum in die Luft gehoben. Im Hintergrund die Türme des Kölner Doms
Den Dom an die Kette gelegt? Ein riesiges Rautenelement schwebt auf der Baustelle ein. Foto: Sharon Nathan/LVR

Insgesamt werden 21 Tragwerke verbaut, sieben im Gebäudeinneren und vierzehn als Teil der Außenfassade. Die Rautenelemente werden einmal – neben ihrer statischen Funktion als Teil eines Stahlbeton-Skeletts – das Erscheinungsbild des Museums maßgeblich bestimmen. Die durchsichtigen Rautenelemente ermöglichen dann den Besucher*innen bereits beim Vorbeigehen einen ersten Einblick in die unterirdische Archäologie. Dort wird ein rund 600 m langer Rundgang einen Querschnitt durch die 2000-jährige Kölner Stadtgeschichte bieten. Auf dem archäologischen Parcours werden die Besucher*innen des künftigen Museums die Reste des monumentalen römischen Praetoriums bewundern und das jüdische Viertel mit Synagoge und Ritualbad (Mikwe) ebenso wie das mittelalterliche Goldschmiedeviertel durchschreiten können.

Ein stählernes Wandelement wird vor dem Kölner Rathaus aufgerichtet
Das erste Rautentragwerk wird vor der Rathauslaube in Position gebracht. Foto: Sharon Nathan / LVR

Mit der zweiten Etappe des Stahlbaus nimmt der Hochbau des Museums langsam Formen an. In den kommenden Wochen und Monaten werden sukzessive weitere Rautenelemente errichtet und dem Museumsbau immer erkennbarer eine Gestalt verleihen.

Die perfekte Aussicht auf das Baugeschehen eröffnen die Panoramafenster auf der 2. und 3. Etage des Wallraf-Richartz-Museums. Es erwartet Sie dort ein zwiefaches Vergnügen: Eine wunderbare Gemäldesammlung UND ein spektakulärer Ausblick!!

Blick auf die MiQua-Baustelle. Die archäologischen Funde des jüdischen Viertels sind wegen der Bauarbeiten größtenteils noch abgedeckt.
Blick vom Wallraf-Richartz-Museum auf die Anlieferung weiterer Elemente des Rautentragwerks auf der MiQua-Baustelle. Foto: Sharon Nathan / LVR

Ein Beitrag von Sharon Nathan, studentische Hilfskraft im Bereich Bildung und Vermittlung, und Michael Jakobs, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im MiQua.

Moving on with the above-ground construction of the MiQua!

While up to now the construction of the MiQua has mainly happened underground, „secretly“, the first two steel wall elements, so-called diamond-shaped structures, had already been erected on the MiQua construction site in September last year. On this 16th June, three further parts of this diamond-shaped structure were assembled.
From early morning until late afternoon, colossuses of heavy transporters up to 14 metres long and almost 3 metres high were delivered to the construction site through the narrow and winding streets of Cologne’s old town, lifted to their respective positions by a mobile crane and installed immediately.

Fig. 1: The dome in chains? A huge rhombus element hovers in on the building site

In total, 21 load-bearing structures will be installed, seven inside the building and fourteen as part of the exterior façade. In addition to their static function as part of a reinforced concrete skeleton, the rhombic elements will one day play a decisive role in determining the appearance of the museum. The transparent rhombic elements will then enable visitors to gain a first insight into the underground archaeology as they pass by. There, an approximately 600 m long tour will offer a cross-section of Cologne’s 2000-year-old city history. On the archaeological trail, visitors of the future museum will be able to admire the remains of the monumental Roman Praetorium and walk through the Jewish quarter with synagogue and ritual bath (mikvah) as well as the medieval goldsmith quarter.

Fig. 2: The first diamond-shaped supporting structure is positioned in front of the town hall arbour.

With the second stage of steel construction, the museum’s building construction is slowly taking shape. In the coming weeks and months, further rhomboid elements will be successively erected, giving the museum building an increasingly recognisable shape.

The panorama windows on the 2nd and 3rd floors of the Wallraf-Richartz-Museum open up a perfect view of the construction work. A double pleasure awaits you there: A wonderful collection of paintings AND a spectacular view!

Fig. 3: View from the Wallraf-Richartz-Museum to the delivery of further elements of the diamond-shaped supporting structure on the MiQua construction site

A contribution by Sharon Nathan, student assistant for education, and Michael Jakobs, responsible for press and publicity at MiQua.

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