Der Amsterdam Machsor kommt nach Köln

Eine Rückkehr der besonderen Art: Ab 25. September 2019 wird der kostbare „Amsterdam Machsor“, ein jüdisches Gebetbuch,  erstmals seit fünfzig Jahren wieder in Köln zu sehen sein. Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud zeigt die reich verzierte Handschrift aus dem 13. Jahrhundert, die zu den ältesten noch erhaltenen hebräischen illuminierten Manuskripten im deutschsprachigen Raum sowie zu den bedeutendsten ihrer Art überhaupt gehört.

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Im Jahr 2017 war es dem Landschaftsverband Rheinland gemeinsam mit dem Joods Historisch Museum Amsterdam gelungen, den Machsor zu erwerben. Gemeinsam mit beiden Organisationen zeigt das Wallraf die großformatige Handschrift im Fenstersaal des 2. Obergeschosses seiner ständigen Sammlung. Mit Blick auf die Ausgrabungen am Kölner Rathaus und den zukünftigen Standort des MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln wird der Machsor damit ganz nah an den Ort zurückkehren, an dem er vor mehr als 700 Jahren verlesen wurde, die mittelalterliche Synagoge Köln. Auf 331 Pergamentseiten enthält der Amsterdam Machsor den spezifischen Kölner Ritus mit Gebeten und liturgischen Gedichten. Eindrucksvolle Illuminationen, darunter Goldinitialen mit Ranken, Filigranen und Figuren, zeugen auch heute noch von der großen Bedeutung dieser einzigartigen Handschrift.

Die Ausstellung „Der Amsterdam Machsor – Ein Schatz kehrt heim“ ist eine Kooperation des MiQua mit dem Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und dem Joods Historisch Museum Amsterdam. Die Ausstellung wurde von Mitte Januar bis März 2019 zuerst in Amsterdam gezeigt und kommt im September 2019 nach Köln. Parallel zur Machsor-Ausstellung wird das Museum eine Rembrandt-Ausstellung präsentieren, die zahlreiche inhaltliche Anknüpfungspunkte bieten wird.

Begleitend zu der Ausstellung wird auch ein Katalog erscheinen, der zahlreiche Abbildungen des Machsors enthalten wird.

Zu Beginn der Ausstellungszeit ist eine eintägige Fachtagung zum Amsterdam Machsor in Köln geplant. Zusammenfassungen der Beiträge und Diskussionen finden Sie im Anschluss hier auf unserem MiQua-Blog.

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.

The Amsterdam Machzor is coming to Cologne

A return of a special kind: Beginning September 25, 2019 until January 2020, the precious „Amsterdam Machzor“, a Jewish prayer book, will be on display in Cologne for the first time in fifty years. The Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud will feature the extravagantly decorated manuscript from the 13th century, one of the oldest illuminated Hebrew manuscripts in the German-speaking world and among the most important of its kind.

In 2017, the Rhineland Regional Council (german: Landschaftsverband Rheinland / LVR) and the Joods Historisch Museum Amsterdam succeeded in acquiring the Machzor. Together with both organizations, the Wallraf-Richartz-Museum will show the large format manuscript on the second floor of its permanent collection with a view to the excavations in front of the Cologne City Hall, the future location of the MiQua. The MiQua.LVR-Jewish Museum in the Archaeological Quarter will bring the Machzor back to the place where it was last recited over 700 years ago: the medieval synagogue of Cologne. On 331 parchment pages, the Amsterdam Machzor contains the specific Cologne rite with prayers and liturgical poems. Impressive illuminations, including gold initials with tendrils, filigree and figures, bear witness to the great importance of this unique manuscript.

„The Amsterdam Machzor“ Exhibit is a cooperation of the MiQua with the Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud and the Joods Historisch Museum Amsterdam. The exhibition was shown in Amsterdam from mid-January to March 2019 and will arrive in Cologne in the September 2019. Parallel to the Machzor exhibition, the Wallraf-Richartz-Museum will feature a Rembrandt exhibition that will include many points of reference. The exhibition will also feature a catalogue containing numerous illustrations of the Machzor.

A one-day specialist conference in Cologne on the Machzor is also planned for the opening of the exhibition. Summaries of the conference programme and discussions will be published afterwards on our MiQua-Blog.

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