Die Grundsteinlegung – unser MiQua-Highlight des Jahres!

Am 28. Juni war es endlich soweit und der Grundstein des neuen MiQua wurde auf der Baustelle vor dem Rathaus enthüllt. Für alle die nicht dabei sein konnten, fassen wir den Tag hier nochmal zusammen.

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Hinter den Kulissen liefen die Planungen natürlich schon deutlich länger. Da es sich um ein Kooperationsprojekt handelt, wurden Abläufe und Organisation der Veranstaltung mit der Stadt Köln als Bauherrin abgestimmt. Die Gestaltung des Steins, das Programm und auch das Begleitheft waren Dinge, die es alle samt vorzubereiten galt und auch der Tag selbst war prall gefüllt mit Terminen.

Von einer Baustelle zur nächsten…

Um etwa 10:00 Uhr wurde der Grundstein von der Dombauhütte zur Baustelle des künftigen Museums transportiert. Das Ganze wurde von einem Filmteam des LVR-Zentrums für Medien und Bildung mit Sitz in Düsseldorf begleitet. Nicht ohne Grund, denn der schwere französische Kalkstein (Material: Pierre de Caen) wurde auf einem Handkarren von Mitarbeitern der Dombauhütte bis zum Rathausplatz gezogen. Der Steinmetzmeister der Dombauhütte Markus Heindl übernahm Entwurf und Ausführung des Grundsteins.
Vor Ort angekommen, wurde der Stein auf einen Sockel gehoben, dessen Form das sogenannte Rautentragwerk als architektonisches Merkmal des späteren Museumsneubaus aufgriff. Für die spätere Enthüllung vor den Gästen wurde er mit einem Tuch bedeckt.

Im Hintergrund das Rathaus, davor die Baustelle mit dem verhüllten Grundstein.
Der verhüllte Grundstein, Foto: Klaus W. Schmidt

Gäste von nah und fern

Ab 13:30 Uhr trafen die geladenen Gäste ein, unter ihnen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Kultur. Sowohl die Baustelle als auch das Festzelt füllten sich schnell. Die Feierlichkeiten fanden selbstverständlich – wie es sich für eine Grundsteinlegung gehört – an Ort und Stelle des zukünftigen Museumsbaues statt, über den archäologischen Befunden des jüdischen Viertels und des Goldschmiedeviertels.

In einem Zelt wurden die Stuhlreihen aufgestellt. Das Podium ist an der Kopfseite des Zeltes aufgebaut. Im Vordergrund konnten die Gäste Platz an den Stehtischen finden.
Das Festzelt am Vormittag, Foto: Samantha Bornheim / LVR

Neben der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette Reker durften wir auch den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet als Gast begrüßen.
Nach den Reden der Oberbürgermeisterin, des Ministerpräsidenten, des ersten stellvertretenden Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland Prof. Dr. Jürgen Wilhelm und des zuständigen Architekten Prof. Wolfgang Lorch wechselten die Gäste vom Zelt zum Stein und warteten trotz hoher Temperaturen geduldig auf den Moment der Enthüllung.

Um circa 14:45 war es dann endlich soweit: Ein Baukran zog das Tuch langsam und vorsichtig in die Höhe und ermöglichte den anwesenden Gästen die Sicht auf den Mittelpunkt der Veranstaltung.

Die Stück für Stück sichtbar werdenden Inschriften auf dem Grundstein nehmen Bezug auf einen elementaren Leitgedanken der Ausstellungskonzeption: Das MiQua hat im Herzen eine archäologische Grabung, die sich aus horizontalen Schichten aus 2000 Jahren Stadtgeschichte zusammensetzt. Das Museum versteht sich aber auch selbst als Teil der Geschichte des Ortes, an dem es errichtet wird. So ist als oberstes Element der Schriftzug des MiQua zu lesen, gespiegelt an einer Kante. Er symbolisiert somit die beiden Ebenen des Museums, den archäologischen Teil unter der Erde und den sichtbaren Museumsneubau auf dem Platz. Der üblichen Nennung des Jahres der Grundsteinlegung wurden zwei weitere Zeitrechnungen beigefügt, die die stadtgeschichtlich-archäologischen Schichten der Grabung symbolisieren: das jüdische Jahr und das Jahr nach römischem Kalender.

Das Veranstaltungsprogramm sah neben Enthüllung und Präsentation des Steins auch dessen Befüllung mit tagesaktuellen Zeitungen, Bauplänen für das MiQua, Münzen sowie drei originalen Artefakten (einem römischen Ziegelfragment, einer mittelalterlichen Schiefertafel sowie einem bis zur Unkenntlichkeit geschmolzenen Farina-Fläschchen aus der Zerstörungsschicht des Zweiten Weltkriegs) vor.

OB Henriette Reker befüllt den Grundstein. MP Armin Laschet und Prof. Dr. Jürgen Wilhelm sehen dabei zu.
Die Befüllung des Grundsteins, Foto: Klaus W. Schmidt

Gelegt wurde der Grundstein an diesem Tag allerdings nicht. Der Grund hierfür ist außergewöhnlich: Der Stein wird in die Dauerausstellung des neuen MiQua integriert und für alle Besucherinnen und Besucher sichtbar sein.

Der MIQUA-Grundstein aus Kalkstein in Form eines Quadrates. In der Mitte des Steins hervorgehoben der gespiegelte Schriftzug MIQUA sowie über Stufen dargestellt verschiedene Zeitrechnungen.
Der MiQua-Grundstein, Foto: Elke Wetzig / Wikimedia Commons

Das Magazin zur MiQua-Grundsteinlegung finden Sie hier.

Ein Beitrag von Samantha Bornheim & Malin Drees.

 

Laying of the first stone – our MiQua highlight of the year!

On June 28th, the time had finally arrived for the unveiling of the new MiQua foundation stone at the construction site in front of the town hall. For everyone who could not be there, we summarize the day: The behind-the-scenes planning had been going on for much longer. This being a cooperative project, the event’s workflows and organization had been coordinated with the City of Cologne. Designing of the stone, programme and accompanying booklet had to be prepared, while the day itself was also packed with deadlines.

From one construction site to the next…

Around 10 a.m., the foundation stone was conveyed from the Dombauhütte to the construction site of the future museum. The entire process was covered by a film team from the RRC Media and Education Centre in Düsseldorf. The employees of the Dombauhütte had to drag the heavy French limestone (material: Pierre de Caen) to the town hall square on a handcart. Markus Heindl, master stonemason of the Dombauhütte, designed and executed the stone’s inscription.
Upon its arrival, the stone was lifted onto a pedestal and covered with a cloth for the later unveiling to the guests.

Fig. 1: The veiled foundation stone, photo: Klaus W. Schmidt

Guests from near and far

The guests arrived at about 1:30 p.m., including representatives from politics, culture and the academic community. The construction site and marquee both filled up quickly. Obviously, the festivities were – as it befits the laying of a foundation stone – held at the location of the future museum building, above the archaeological findings of the medieval Jewish quarter, the goldsmithing quarter as well as the Roman Praetorium.

Fig. 2: The marquee in the morning, photo: Samantha Bornheim / RRC

Besides the Mayor of Cologne, Henriette Reker, we were also permitted to welcome Armin Laschet, Minister-President of North Rhine-Westphalia, as guests.
After the speeches by the Mayor, Minister-President, first Vice Chairman of the Rhineland Regional Assembly, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, and responsible architect, Prof. Wolfgang Lorch, the guests waited in front of the stone for the unveiling itself, despite the high temperatures.

At about 2:45 p.m., the moment had finally arrived: A construction crane slowly lifted the cloth, enabling the guests to view the focal point of the event.

The inscription refers to an elementary guiding principle of the exhibition concept: at its heart, the MiQua has an archaeological excavation that is composed of horizontal layers from 2000 years of the city’s history. Nevertheless, the museum also understands itself as part of the history of the space where it is built. The laying of the foundation stone took place in 2018. This year is inscripted below the mirror-style logo on the top, which thereby symbolizes the two levels of the museum: the belowground exhibition with the archaeological parcours and the visible new museum building at the square above. Furthermore, two additional chronologies, the Jewish year and the year of the Roman calendar, symbolize the excavation’s archaeological layers of the city’s history.

Besides the unveiling and presentation of the stone, the event programme also included its filling with daily newspapers, MiQua construction plans, coins, and three original historical artefacts (a Roman brick fragment, a medieval slate and a small Farina bottle from the WWII destruction layer, molten beyond recognition).

Fig. 3: The filling of the foundation stone, photo: Klaus W. Schmidt

However, the foundation stone was not actually laid on this day. The reason is unusual: The stone will be integrated in the permanent exhibition of the new MiQua, visible for all its visitors.

Fig. 4: The MiQua foundation stone, photo: Elke Wetzig / Wikimedia Commons

A contribution by Samantha Bornheim & Malin Drees

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